Die Zeitereignisse. 271 -
Pest lies; nach in Wien, das best' wird bald erschei-nen. Gott ließ den Kaiser nicht, wie er nicht ließ dieSeinen."
Wie nach dem Tode Max's I., erwartete Wienauch nach dem Tode-Joseph's, seine» neuen Herrn ausdem fernen Spanien, doch war nicht Wien, des-sen Burg drey Vierteljahre verwaiset stand, sondernFrankfurt sein erstes Ziel. Am 26. Jänner Nach-mittags überreichte der Rath, dem 26jährige» Mo-narchen, schon seit 10 Jahren Hispaniens Kvnig dieSchlüßel, vor dem rothen Thurm an der Schlagbrü-cke. Er eilte des beruhigten Ungar» heilige Krone aufsein Haupt zu setzen. Aber immer eingedenk des schö-nen Reiches jenseits der Pyrenäen und als Herr derNiederlande, seyerte Carl 1712 am Tage Andreas,des Patron von Burgund und des Ordens, das er-ste Fest des goldnen Vließes zu Wienmit allen Rittern in der Ordenstracht zu Pferde nachSt» Stephan hinziehende Voraus der Ordensschatz-meister und Kanzler Herr von Jsendyk und BaronJmsen, die Ritter Grafen Aropeza und Cifuentes,die Fürsten Liechtenstein, Schwarzenberg und Traut-son, die Grafen Althann, Kollowrat, Palffy, Sin-zendorf. Paar, Starhcmberg, Thür», Windischgratz,Waldstcin, Dietrichstein und Traun. — Die Kaise-rinn war als Regentinn in Barcellona geblieben mitGuido Starhemberg und kam nach Wien noch in derPestzeit, als die Seemächte zugleich Eatalonicns Räu-mung und Waffenruhe in Italien durchsetzten.
Von den rakoczyschen Unruhen, vom spanischen