272 D i e pragmatische Sanctio».
Erbfolgekrieg hatten die Türken gar keinen Vortheilgezogen. Am Prnth (1711), wo ei in ihrer Machtstand/ den Czaar zu Constanrinopel im Triumph auf-zuführen, hakte das Mädchen von Marienburg denFrieden um Assow und uin schweres Gold leicht erkauft —und jetzt singen sie, Morea wegnehmend/ plötzlich ei-nen Angriffskrieg an. Bald kamen Eugens 'Adjutan-ten, Khevcnhüller und Wurmbrand und General Ha-milton als Siegesborhen ?>er von ihm bey Peter-»öardein und bey Belgrad 5 . Aug. 1716 und16. Aug. 1717 gewonnene» Hauptschlachcen.DerP a ss a r 0 m i tz e r Frieden 2,. July 1718 gab Öster-reich TemeSwar und Belgrad mir einem Theile Ser-viens, Bosniens und der Wallachey.— Noch vor Aus-bruch dieses Krieges war Ludwig XIV. 1. Sept.1716 im 78. Alrers - und 72. Regierungsjahre ge-storben, das im Innersten zerrüttete Reich seinem Ur-enkel, dem sechsjährigen Ludwig X V. unter der Regent-schaft des verruchten Herzogs von Orleans überlassend.
Das Peterwardeiner Siegesjahr war noch in ei-ner wichtigern Rücksicht, den Wienern ein Freuden-jahr. Der Kaiser war bereits 8 Jahre vermählt undnoch kinderlos. — Spaniens Geschick nach Earls H.x Tode staks vor Augen tragend, hatke Carl bereits am19. April 1718 inmitten der Schrecknisse der Pest,die Minister und Großen in der Burg versammelt „ndihnen das unter dem Nahmen der pragmatischenSanction bekannte S t a a t s - u » d H a u s g e s e tzeröffnet, das die Einheit, U n t h e i l b a r k e i c undErstgeburt neuerlich bekräftigend, in Gemäßheit der