Der österreichische Erbfo lg e krieg. 3
den. Es gezieme sich, seinem Sohn Carl Albrecht zuvergelten. Er als K a i se r, werde Frankreichs Werk-zeug und Diener seyn. Mit geringer Macht, bloßdurch Unterhandlungen, bloß durch eine Demonstra»tion, sey das große Werk zu vollenden" — und diesePartey siegte und es geschah an Carls VI. verlasse-ner Tochter das erste Beyspiel vom allmähligen Ver-fall aller Ehre und aller Grundsätze in Europa undvon Himmelschreyenden Bruch seyerlicher, um den Preisganzer Königreiche erkaufter Tractaten: ein Beyspiel,von dem aber, w e i l d a s U n r e ch t Österreichbetraf, noch nie mit dem gehörigen Nachdruck ge-sprochen worden ist, während die politischen Markt-schreyer und Falschmünzer unserer Tage, Europa je-des Mahl wieder von neuem durch einander wirren möch-ren, weil vor einem halben Jahrhundert, in Folgebeständiger innerer Unruhen, Poh le n getheilt wor-den ist!!
Wirklich hatte es der Ankunft Belleisle's zu Berlin,nicht bedurft, den jungen, kriegslustigen Friedrich II. an-zuregen. Grundlose Ansprücheauf Jägendorf waren ihmVorwandes genug. Noch waren es nicht zwey Monathe,seit dem Hintritte Carls VI. und Friedrich eröffnete denallgemeinen Krieg, siel (i 3 . Des. 1740) in das wehr-lose Schlesien, überschwemmte es ohne viele Müheund both Theresien durch den Grasen Götter für dieseProvinz sein Bündnis; gegen ihre übrigen Feinde,seine Stimme bey der Kaiserwahl für ihren GemahlFranz und ein paar Millionen in Geld. — Zwartauschte Theresia sich nichc über die Größe der sie vock