Band 
Fünfter Band.
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4 Carl Albrecht von Bayern.

allen Seiten umdrehenden Gefahr. Aber mit eignerHand den ersten Riß zu thun in ihrer Vater Erbe,in die durch so viele Tractaten garantirte Umheübar-keit, schien ihr verwerfliche Schwache / die ihre neue/ohnehin überall von Feinden umgarnte Herrschaft je-des politischen Ansehens berauben und alle den übri-gen lauernden Widersacher» / Losung und Zeichen seynwürde, auch sie seyen ihres Eides für die pragma-tische Sanction los und ledig und konnten ein belie-biges Stück der Beute an sich reißen. — Graf Göt-ter wurde binnen 24 Stunden von Wien abgeschafft.—Theresia übergab das schnell zusammengeraffte Heerdem F. M. Grafen Neipperg. Sie war ihm einZeichen ihres Vertrauens schuldig. Auf ihren gehei-men Befehl (sie wollte wenigstens von den Türkenruhig seyn) hatte er den Belgrader Frieden so über-eilt und war darob in Staatsgefangenschafr gera-then. Am 10. April iy4r standen 60,000 Preußenund 52,000 Österreicher bey Molwitz einander zumersten Mahle gegenüber. Der Letzteren Reuterey zeigtesich der schonen Tage Eugens würdig und schlug diepreußische sammt ihrem König in die Flucht. Doch gabenzuletzt "der Tod des F. M. L.Romer, die Srandhaflig-keit und das treffliche Feuer des preußischen Fußvolks,gleichwohl dem Fürsten von Anhalt-Dessau den Sieg.Hierauf drang Friedrich tief in Mahren ein. SeineStreifcommandos kamen bis gegen S t 0 ck e r a u undK 0 r n e u b u r g. Ein französisches Heer ging überden Rhein, für Bayerns Ansprüche. In der Lombar-dey erwartete man spanische und savoyische Volker;die Bayern besetzten Paffau. Der Graf Seeau über-