i2 Der Einzug Th e r e s i ens in Wien.
schäften des Friedens zurück. Am 11. Dec. um 2 UhrNachmittags erschien Theresia zu Pferde, in unga-rischer Tracht, mir einem zahlreichen Gefolge unga-ri'cher Großen, von Preßburg an der St. MarrerLinie. Die ganze Stadt wogte in freudiger Bewe-gung. Die Bürgerschaft zog auf die Walle und Ba-steyen, vom Stubenthor bis auf den Lobet, die Hof-befreyten nach der mittlern Burgthorwache, dieSchulzverwandten in die Ravelins vom Stuben-biszum Burgthor, die Akademiker in die Eontresearpedes Scubenthores, die Linientruppen in den bedecktenWeg, an Pallisaden, vom Stuben-bis zum Burg-thor. Die Generalität, der Adel, der Stadtrath, er-warteten die Königinn an der Eontresearpe vor demStubenthor. Sie dankte „den lieben Wienern fürihre entschlossene Treue," mit anmuthstrahlenderHo«heit und mit gocrverlrauender Zuversicht, sprach freund-lich zu den Studenten und Künstlern und ging dannunter nahmenlosem Jubel durch die Festungswerke zumSchanzelthor, beyni rothen Thurm herein, über dieWalle und Basteyen, gegen das Neuthor, Schotten-tbor, über die Mölker-und Löbelbastey in die Burg.Wie sie wieder den zarten Fuß in die Burg der ho-hen Vater gesetzt, aus der ihre Gegner sie fürimmer zu vertreiben vermeint, ertönten nochein Mahl Geschütz u>td Glocken unb das Entzücken desVolkes überstjeg alle Gränzen. — Kheven hülle rzu ihren Füßen, ihre Hand küssend, gelobte seinenersten Bericht aus München zu senden unb er löstedieß Wort. An eben dem Tage, an dem Carl Albrecht,