Innere Verwaltung. 41
Unbedingte n Co n cnrr e nz, und derP r o h i b i-t i v sy ft e m e. — Überall erhoben sich A ck e r b a u g e-s e l l sch a f t e n; aber weil eingreifender als diese,wirkte die Aufhebung der L e i b e i g e n sch a f t (i 772)und die Errichtung des Staarsrathes (177^— 1774) in collegialischer Form, bloß zur Übersichtdes Ganges der Verwaltung, zur Obhuth der Grund-sätze, zur Wahrnähme der Gebrechen.
Sonntags am 3 o. April 1776 wurde die alteFavorire oder der Aug arten dem gesammten Pu-blikum eröffnet und in den folgenden Jahren immer-fort verschönert. Er blieb der Wiener Lieblingsort, solange Joseph lebte, der dort, an der Stelle des ehe-mahligen kroarischen Collegiums ein eigenes, in un-sern Tagen vom Herzog Albert von Sachsen - Teschenbewohntes Garlengebäude herstellte. — Im gleichenJahre trat die P 0 l i z e y w a ch e an die Stelle der,dem Bedürfnisse der Zeiten durchaus nicht mehr an-gemessenen Rumor knechte und wurde die kaiser-liche Gemahldegallerie aus der S t a l l b u rg nach demobern Belvedere versetzt und vom Director Rosaneu eingetheilt.
Das große, in vielen Dingen vortreffliche Ge-setzbuch der Theresiana hatte noch die grausamenVerschärfungen der Todesstrafen (wiewohl immer da-von begnadigt wurde) und in schauderhaften Kupfer-tafeln die Martergrade der peinlichen Frage, die imWiener Amrshaus in der Himmelpfortgasse häufig ge-übt wurde, da eine reiche, vielerley Gesindel offen