5 o Josephs II. Reisen und Reformen.
Mohilom, zu Smolensk, zu Moskau und P»-^tersburg. — Er war bereits Selbstherrscher, als er1781 in Saardam den Manen Peters deS Großenhuldigte und 1787 Katharinen zum zweyten Mahlein Cherson und auf dem Hinweg auch den Pohlen-konig Sranislaus Poniarowsky begrüßte. — Wirdeuten hier zuvorderst diejenigen Umstaltungen, derZeitfolge nach, an, welche unsere Sradt un-mittelbar berühren und fassen dann diejenigen inein Bild zusammen, die dem Gang der großen Welt-geschäfte angehören und auf Wien von besondererRückwirkung gewesen sind.
„panem et circenses," dieß alte Kernsprüch-lein ging selbst denjenigen nicht verloren, in derenVerwaltung sonst weder Plan noch Scharfblick auf-fallen und kaum dürfte es irgend jemahls eine Flug-schrift gegeben haben, deren Interesse alle Gemütherso urplötzlich, so unwiderstehlich ergriffen hatte, alsdie Satzung der L e b e n s m i r t e l und als derBörsezettel! — Joseph hat den Wienern in-sonderheit viele Liebe und ihren Bedürfnissen, wie ih-rem Vergnügen eine väterlich freundliche Sorge ge-widmet. Durch ihn war seit ,4 Jahre» der Pratereröffnet. Er halte, (eben nicht im richtigsten Deutsch)vor vier Jahren über den Eingang des A ug a r t e n sgeschrieben: „Allen Menschen gewidmeter öffentlicherBelustigungsort von ihrem Schätzer." Er harke ihndurch einen Damm geschützt und sogar für Nach ti-g allen gesorgt. — Am 2. Jänner »781 wurde dasvon Carl M a r i n e l l i in der Jägerzeil der Leopold-