Band 
Fünfter Band.
Seite
71
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Studiensache ii. 71

Am 16. Aug. 1764 wurde an der Stelle desgroßen A r ni enhauses in der Alsergasse, das a l l-gemeine Krankenhaus/ Irrenhaus und Ge-bärhaus eröffne! und alle übrigen Krankenhäuser ge-schloffen/ die barmherzigen Bruder und die Elisabethi-nerinnen ausgeuoinmen. —Das Dürgerspitalnächst dem Kärnthnerthore wurde zu lauter Privatwoh-nungen bestimmt und die Pfründlinge nach St. M a r pgesetzt. Bald darauf wurde auch der Bau des neuenM i l i t ä r s p i t a l s und der j 0 s e p h i n i sch e n we-tz i c 0 - ch i r u r g i s ch e n Akademie in der Währin-gergaffe vollendet/ selbe aber erst am 7. Nov. »785mir großer Feyerlichkeit eröffnet.

Mit dem im Herbste 1764 .eintretenden Schul-jahr hörten die bisher ganz unentgeltlichen Vortrageauf und begann das/ mit verschiedenen Abänderungennoch bestehende, zum Theil zu Stipendien, zum Loh-ne ausgezeichneten Fleißes und Fähigkeiten verwen-dete Uuterrichtsgeld. Auch hob Joseph, die theresiani-sche Ritterakademie und die damit verbundene ema-nuelisch - savoyische Stiftung auf. Die Stiftlinge er-hielten Stipendien, besuchten von der Philosophie an,die Hochschule und hatten für Sprachen und Leibes-übungen eigene Meister bey St. Barbara. Des Kai-sers Absicht war, durch die Ersparung der großen Un-terhaltskosten , noch einmahl so viele Stifcsplätzegründen zu könne». — In das Theresianum kam dieIngenieur-Akademie von der Leimgrube. Ihre Ubi-cation bezog die Artillerie.

Im Geiste der Physiokraten und Encvclopädi-