Der sranz. Revolutionskrieg. io 5
von fester Beharrlichkeit und zeitgemäßer Nachgiebig-keit bewahren, durch welche Leopold in den Nie-derlanden und in Ungarn, ein, seiner glorwürdigenMutter nicht unwürdiges Meisterstück vollbrachte. —Die Liebe für den jungen Monarchen stieg zur Be-geisterung durch seine edeln Äußerungen, trotz des vonelner ruchlosen Faction in Frankreich erzwungenenKrieges , seine Unterthanen, so viel möglich, mit allenaußerordentlichen Lasten zu verschonen (4. März 1792)und durch die laut ausgesprochene ritterliche Verach-tung der zum täglichen Brot gewordenen, das In-nerste der Familien demoralisirenden, anonymen Den-iiuciarionen (9. März.)
Die Nationalversammlung ivar in der schmäh-lichsten Knechtschaft der jakobinischen Partey. Die ro-the Mütze der Marseiller Galeerensclaven wurde derLorber um die Schläfe des ächten Vaterlandsfreun-des und Lchnehose (sans cnlotte) der höchste Ehren-titel ; — Abschaffung des Königsthumes, Ermordungder Könige (schon am 16. März siel Gustav III. vonSchiveden,) Ermordung eines erträumten „österreichi-schen Ausschusses ," an dessen Spitze die Königinn ste-he , Deporcirung der getreuenPriester in giftige WunenIndiens, war das allgemeine Geschrey! Der unglück-liche Ludwig that den letzten gewagten Schritt, seinMinisterium mit lauter heftigen Jakobinern zil be-setzen; umsonst. Die unanständige Eile jener Rasen-den, Europa in Blut und Flammen zu setzen, gingdaraus am empörendsten hervor, daß, nachdem Du-«ivuriez seinem Herrn einen Bbies an den König von