Band 
Fünfter Band.
Seite
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Zn n ere Verwalt u ng u. G e setzgc b ii ng. i 4b

betn trachten, und da alle aus dein alten Zuiiftver-band hervorgehenden Schranken bahin waren, selbedurch erhöhte Bildung und geläuterten Geschmack ver-vollkommneten unb so in andrer, den veränderten Ver-hältnissen angemessenen Weise, jene Tage nach und nachwiederkehrten, wo Wiens Gewerbe und Handwerkemit den f l a m m ä ii d i sch e n wetteiferten, wo „Mei-sterstücke" und „Freysprechung" in Wahrheit als städ-tische Ereignisse betrachtet werden mochten, wo ein,beynahe dem militärischen zu vergleichender Esprit deCorps und Point d'Honneur, alle Innungen undGilden beseelte und diese, selbst geringe Vergehungeiistrenge bestraften, als den guten Leumund Aller aufsSpiel setzend! — Auf vielfältige Verbesserungen derRealschulen, folgte 1816 die Errichtung des präch-tigen polytechnischen I n st i t u t es.

Es ward oben erwähnt, daß Joseph II. beynahealle öffentlichen E r z i e h u >1 g s i >1 st i t u t e inder Absicht aufhob, um durch Ersparuug der Regie-kosten die Zahl der Zöglinge vermehren zu können.Aber dieser untergeordnete, ökonomische Zweck wichmit Recht einem vielhöhern: —Erziehung und Unter-richt sollten nicht eine bloße Versorguiigsaustalt, son-dern auch eine wohlverwahrte Pflanzschule seyn undnicht hergelaufenen fremden Schwindelköpfen , sondernbewährten Männern anvertraut und einer fortgesetztenplanmäßigen Obhuth untergeben seyn. Zuerst sahenwir das T h e r e si a n u m wiedererstehen (unter denJesuiten ein Vereinigungspuncc so vieler vorzüglicherLehrer und die Wiege der vorzüglichsteiiStaatsmänner.)