i 24 Des Monarchen Heimkehr.
Hofe berufen, den des Abends freyes Theater undfreye Redoute beschloß.
Awey Tage darauf, rückte die für Wien bestimm-te Garnison ein. Ihr siegbekrönter Führer, derErz-h erzog Carl, wurde vom Bürgermeister und Rathan der steinernen Wienbrücke bewillkommt. — Nebenihm waren die Erzherzoge Johann, Ludwig und Maxi-milian. Auf dem Glacis wurden an die verdienteMannschaft des Heeres von Italien, die Tapferkeits-medaillen vertheilt. Bald erschien der Monarch vomständische» und bürgerlichen Cavalleriecorps begleitetund vielleicht sio tausend Menschen riefen den erha-benen Sprossen des Kaiserhauses,das herzlichste Lebe-hoch ! — Tages darauf wurde das um die Erhaltungder Ordnung so hoch verdiente Bürger - Militär über-all abgelöst, mir den erfreulichsten Zeugnissen aus demHerzen und Munde des Monarchen, aus der Federdes Siegers bey Caldiero und jenes alten Bürger-freundes, des Herzogs von Würtemberg, der beymTriumphzuge des 16. Jänner, die einzige Militärper-son , am Wagenschlag I. I. M. M. in Bürgeruni-form geritten >var. — Bürgermeister und Rath leg-ten am Fuß des allerhöchsten Thrones, ihren Dankund ihre Glückswünsche nieder und ganz Österreichschien einen vollen freyen Athemzug zu thun.—Weraber aufmerksamen Blickes hinaussah ins stürmeschwan-gere Meer der europäischen Welt, der sah auch wohl,daß sie noch keineswegs vorüber sey, die Zeit derPrüfung — und wirklich verflossen nur zwey Mondenüber drey Jahre und Napoleons Heerlagerwar zum zweyten Mahl in Schon brunn!