D i e e r st e M a r ch f e l d s sch l a ch r v. A s p e r n. ’b’j
Ungarn und wider die Landwehre und du^ch jene Ge-waltthat gegen den Papst, seine Zorneswuth gekühlt,wendete sich sein Augenmerk wieder gänzlich den mili-tärischen Operationen zu. — Schon am i 3 , versuchteder Feind einen llbergang von Rnßdorf gegen dieschwarze Lacke, warb aber mit einem Verlust von1100 Mann zurückgeschlagen, vorzüglich durch denheiligen Rachedurst der Wiener Landwehre. — Bona-partcs kriegerischer Scharsblick fand gar bald jenen na-türlichen Waffenplatz der Insel Lob au, die durchden Hauptstrom der Donau vom rechten Ufer getrenntund stark verwachsen, große Vertheile zur Schlagungeiner Brücke darbiethet und zwey Stunden breit und eineine Viertel Stunde tief, so viel Truppen und Geschützzu entfalten vergönnt, daß der llbergang ins March-feld erzwungen werden kann. Der Erzherzog Carl hattedie llbergabe Wiens zu Mold, zwischen Horn undMeifsau vernommen, seinem Heer am Fuße des Bis-amberges ein Paar Ruhetage vergönnt, Krems undPresiburg wohlbesetzt. Vom Bisamberge sah man dievom Feind bereits hergestellte Brücke. — UngeheuereStaubwolken und dazwischen das Blitzen der Gewehre,verkündigte den Anmarsch starker Heersäulen von Sim-mering gegen Kaiser-Ebersdorf, wo Bonaparte seinHauptquartier in dem sogenannten Thürmel - oderSchlegelhof hatte. Die Recognoseirung vom 20. zeigteeine starke Feindesmachr auf der Lobau. Am 21., Pfingst-sonntags, mir Tagesanbruch, stellte der Erzherzog dasganze Heer, 70,000 Mann, mit 266 Kanonen inzwey Treffen in Schlachtordnung. Der Generalquar-