Band 
Fünfter Band.
Seite
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74 Der Befreyungskrieg.

halten Österreich und Preußen sich immer mehrgenähert. Vergeblich both Napoleon Österreich dieWiedergabe Schlesiens. Beyde unterhandelten in Pa-ris die Neutralität. Beyde stellten ein Hülfskorps von be-schränkter Zahl; aber Österreich/in einer weit günstigernLage, erhielt die Neutralität seines ganzen Gebiethes,nachhin auch die Aufstellung eines Beobachrungshecresin Galizien. Österreichs Heere gehorchten keinem fran-zösische^ Marschall, stäts nur dem eignen Führer, sieblieben frey von der bonaparlischen Ehrenlegion undvon bonaparlischen Dotationen.

Unter dem Siegel eines bewunderungswürdigenGeheimnisses und nach solchen Leiden, auch mir be-wunderungswürdiger Kraft, bereitete Preußen inSchlesien die Mittel, um zur rechten Stunde, anÖsterreich angeschlossen, auf dem Kampfplätze zuerscheinen.

In der Hälfte des May 1812 empfing Napoleonzu Dresden seinen erhabenen Schwiegervater und dieKaiserinn, die sohin von der Kaiserin» Tochter, MarieLouise nach Prag begleitet wurden. Er empfieng Preu-ßens tiefgebeugten, ritterlichen König, er empfieng dieHuldigungen der Fürsten des Rheinbundes. Der leisesteZweifel an sein unwiderstehliches Glück schien damahlsden Meisten fanatischer Wahnsinn und dennoch begrüßteihn Monathe darauf, in eben dem Dresden dieSiegesgöttinn zum letzten Mahl und itt Mona-the später zog aus eben diesem Dresden ein ganzeskleines Heer aus, um in Folge der Leipziger Völker-