XXXIV Urkundenbuch,
CXLII.
Ablösung des Grundrechts zu Wien.
Wien 2 - August i36o.
AFir Rudolf der vird von gotes gnaden Phallcncz Erez-herczog ze Oesterreich ze Steir vnd ze Kernden fürst zeSwaben vnd ze Elsass Herr ze krain auf der Marich vndze Portenaw, vnd des Heiligen Römischen Reichs Obri-ster Jegermeister, vergehen vnd tun kund allen leulenewikleich, die Visen gegenburkigen bricfsehent, Icsent oderhörent lesen. Wie das ist, das mit gewonhait herkömensey, daz ettleich Prelaten, Klöster vnd Gohheuser, elt-leich edelleut vnd auch purger gewisse dinsi.vnd zinse ge-nant Gruntrecht, gehabt haben in vuserc Akat vnd in denvorsteten ze Wienn, auf Hewsern, Pawmgarten vndHof-steken, vnd daz auch mit hannden derselben Klöster vndGohhcwser edler leute vnd purger, gehalste» Gruntherre»die Hewser Pawmgertcn vnd Hofsteten verkauffl, versaczt,gemacht hingeben vnd geuerligt wurden, als mit Herrender aigenschaft vnd des Grundes der cgenanten Stak vndder vorsteten ze Wienn gemainkleich vnd yegleichs tailssunderlich vnd von der Rechten herrschafft wegen alle Wand-lung aendrung vnd vertigung , mit vnser gunst vnd hannt,oder des, dem wir das erlauben vnd verleihen nach ge-mainen Rechte beschehen sullent, So sol noch mag die-selbe gewonhait, wie alt So halt waern, die also widerdas gemein Recht, vnd wider die warhait ist, dhain fun-der recht machen, noch inpringe». Darumb nach gutervorbetrachlung vnd weisem Rat vnsers Rates, vnd anderrvnserr qetrewer haben wir in »amen, vnd an stak vnser.selbs, der Hvchgebvrn fürsten, Fridrichs, Albrecht; vndLewpoltz, Vnserr lieben brudec abgenomen, vnd hingetan, dieselben gewonhait, mit fürstleicher macht, vnd ne-men ab, vnd vernicht« sy mit kraft ditz briess, als vn>