Band 
Fünfter Band.
Seite
CXXIV
JPEG-Download
 

CXXIV

u r k u n d e II b uch.

deß denn nit zu khlainen schaden Jrer Pawherrn gedörenthuet. Demnach soll solcher Plawer Montag, vnd all an-der vngewönliche Fcyertag In der Wochen, hiemit aller-dings aufgebebt sein, vnd bey straff durch die Maisternit gestatt werden. Welcher oder welche aber Ainen odermehr hinein aemelt Artiggl vberfüeren. vnd nit stät hiel-ten , die sollen nach glegenhair darumben notürfftigclichgestrafft werde». So haben Inen auch die mehrgemeltenHerrn Dnrgermaister vnnd Rath obbeschriben ArtigglJeder Zeit zuuerkheren, zu Mündern vnd zu mehrenvorbehalten.

CLIV.

Schiedsvruch Herzog Albrechts zwischen den Meistern derSchneider ihren Gesellen und Knechten.

Wien 6. December asrr.

Äes ersten wenn ain S n e y d e r k n e ch t, der hie ainenMaister dienen wil zu ainem Maister kumbt. So solIn der Maister versuhen auf acht tag, ob er Im fügsamsey, desgleichen mag der knecht in denselben acht tageneruaren, ob Im der dienst bey dem Maister zubleybenfüg, vnd sey den», daz Jnbayder seit. das also füglcichsey. So sol der Maister den knecht Hinfür nach denselbenacht lagen fünf wochen halten, vnd Im an redleich Vndmerkleich fachen in der czeit nicht vrlaub geben, des ge-leichen sol der Sneiderknecht in der zeit auch nicht vrlaubnemen noch auch des Maisters werichstat aufsteen an red-leich vnd merkleich fachen. Wer aber daz dem Meister derknecht nach ausgang derselben Sechs wochen, nicht fügtlenger zehaben, oder daz dem knecht nach Ausgana-der-selben zeit der dinst nicht lenzer fügte, das sol ain taildem andern virczehen tag vor demselben auigangder zeitverkünden. Ob In aber das baiderseitt lenger fügte, so