CLXXXIV
u r k u n d en b u ch.
Cantor Hat, sol man setzen nach gelegenheit irer begreiff-Icichait. vnd wenn er sein schuler zu dem kor nuczen wil,so mag er sew vodern. Auch mügen Im die Vocalen an-der knaben zuschikchen, die fügsam sein zu dem kor. Dochalso das ein austailung werde der knaben, also das Synicht all, zu allen Ambten geen sunder yecz ain tail, dar-nach ein ander tail, zu einem andern Ambt, darumb solder Cantor, vnd sein subcantor gehorsam tun vnd sullen,vor essens alain dem kor warten, Aber nach essens sol irainer, stetlich in dem schul bcleiben, vnd den obristen lo-cate» helffen zu lerne» die schuler. Wer aber das die vor-geschriben weis, vo» der Cantor nicht fügsam dewcht sein,So halt der Cantor sein knaben in seinem Haws fürsich selber.
Item das die schuler diser Stat nicht haben zelauffenvon ainer schul zu der andern cfft an wissen vatter vndMutter vnd an Redlich fachen vnd vrlaub, So sol kainschulmaistcr, der andern Schul, noch kein obrister locatfand Stephans schul aufnemen des andern schuler, Nuralain Läter vnd muter, oder ein Jnnhaber derselbenschu-Icr pring ein kuntschaft, von demselben obristen locatenoder Schulmaister, vnder dem er vor gelernt hat, obdemselben sey genug geschehen, vmb sein ler vnd aribait,Also werdent die Schuler nicht Vmblauffen, als Sy vorgetan habent.
Vnd seidemalen alle ding nicht als aigentleich geschri-ben sein, als not ist, vnd sich auch die vel menigucltikli-chen endern von tag zc tag, So emphelhe» wir vnsermSchulmaister das er in allen vorgeschriben stukchlein, be-schaidenleich Handel nach gelegenheik der schul.
Sunderleich wellen wir vnd setzen auch, das ein yederpedigog der maister in fand Stephans schul leczen Hörnach schikhung, vnd ordnung ains Schulmaisters.