Urkundenbuch. CCXXXIII
maister vvm Fueder nicht nw geben den ain Pfund Phe-ning, bannen soll er gebendem Pratsneider seinen Ion,vnd sol auch dauon sein Geschirr Tisch vnd kandeln oderweßer bedarff in ain leuthaus lassen tragen, Also daz derburger, des der wain ist, von dem selben Geschirr ze tra-gen nichts geben sol sunder derselb burger, des der wainist sol ain koch der Im zue dem wain mit kochem dientnicht mer geben, denn von Fueder viertzigk Phening vnddem waintrager von phund zwcls Phening, Es sol auch einyeder wainmaister, alle die weil vnd der wein darumb er Syhat angenommen nicht ausgangen ist, niederk, als wo auf-tun, noch schenkhen vnh derselb wein darumb er sich augenom-ben hat.gantz ist ausgegangen oder daz man den zutut vndfüllen auch dieselben wainmaister nicht mehr früstuk geben ,den von alter ist herkpmen dainit ain yeder Burger solchsWeinschenkends mug zukoemen vnd erswinaen. Auch füllendieselben weinmaister alspalt man das liecht auftzündet,nicht mer Spillen lassen noch kainerlay spiel mit haben ,vnd füllen auch die Burger soelh spiel in Jrn Hewscrn,so man das liecht aufhündt hat nicht gestatten vndwelcher maister das vorgeschriben nicht haltet, vnd dasüberfert den sol man setzen in den Pranger vnd von demweinmaister ambt gantz vrlaub haben.
Aimo Domyni Millesimo quadringentesimo Tricesimoquarto am Sambstag vor lierniniscere in der vafften bey denZeiten bei Hannsen des Sieger Burgermaister vnd Kellermai-ster, hat der Rat der Stadtze Wien» von derweinmaisterwe-gcn aufgesatzt vnd geboten , daß khain weinmaister Im selberkain wein auffruestuck schenken sol, denn nur sein Recht za-wein die in sein gekawften Weingärten der er nutz vnd ge-wer stet geschriebn, werdent, die mag er Im wol auffrustukh schenken noch der Ordnung die emaln den wein-maister, , gemacht ist, welhcr aber dawider tet, vnd Inselber ander wein schankt, den vorberürt ist, den wil derRat swerleich darumb pnssen vnd dieselben wein zu derSlat handuest neme» an alle Gnad.