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und Wochenbett — und das ist der Beruf des Weibes — stehtder Frauenarzt dem Weibe zur Seite und lernt seine Eigenartkennen und thut Einblicke in ihr Seelenleben, die andern männ-lichen Individuen, und sei es der eigene Mann, nicht vergönnt sind.
Ich halte das Durchschnittsweib für körperlich undgeistig unfähig, den Berns als Arzt zu erfüllen. Aus-nahmen mögen vorkommen.
Dagegen halte ich das Weib für eminent befähigt zurKrankenpflege, zum Hebainmenbcruf rc. Da in diesenBernfsarten noch keineswegs eine Überfüllung herrscht, im Gegen-teil ein beklagenswerter Mangel an tüchtigen Personen besteht, sofülle man zunächst diese Lücken aus, ehe man sich zu natur-widrigen Experimenten herbeiläßt.
Das Weib ist gebunden an ewige Gesetze. Das beste Weib-material hat keinen Drang zur Halbmannhaftigkeit, sondern willGattin und Mutter sein (siehe Laura Marholm). Man erleichteredie Eheschließung und eröffne den Ehelosen Bernfsarten,die ihrer Weibnatur entsprechen: Krankenpflege, Erziehung,Hebamme, vielleicht Apotheke rc.
Pros. vi-. iii6ä. Franz von Winckel,
Direktor der Aönigl. Universitäts-Hrauenklinik,
München.
Vom 1. Januar 1873 bis zum Mai 1893, 11 Jahre inDresden und 10 Jahre in München, habe ich mit kurzen Unter-brechungen weibliche Ärzte als Volontärassistentinnen in den vonmir dirigierten Frauenkliniken beschäftigt. Im ganzen sind eSetwas über 40 gewesen. Dieselben stammten größtenteils ausAmerika, der Schweiz, Rußland, eine aus Frankreich; manche aus