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der Gegenwart im Mittelmeer oder an den Westküsten Afrikas und mankönnte den Charakter der Fauna im Allgemeinen bezeichnen als einen medi-terranen, bereichert durch tropische Formen.
b. Fauna. II.( Sarmatische Fauna.) Wie die erste oder mediterraneFauna durch Reichthum und Mannigfaltigkeit, so zeichnet sich die zweiteoder sogenannte sarmatische Fauna durch Armuth und Einförmigkeit aus.
Korallen, Echinodermen, Balanen, Brachiopoden, Cephalopoden,Krebse, Haifische, sowie unter den Conchylien alle grossen, verziertenFormen sind vollständig verschwunden, Bryozoen und Foraminiferen sindauf wenige Arten reducirt, und die Fauna wird fast nur aus einer be-schränkten Anzahl mittelgrosser Conchylien der Genera Tapes, Donax,Mactra, Ervilia, Cardium, Modiola , Buccinum, Murex, Cerithium, TrochusRissoa gebildet. Von Seesäugethieren sind die Seekühe verschwunden undan ihrer Stelle finden sich Robben, Delphine und Baläniden.
Nur sehr wenige der hier vorkommenden Arten treten bereits in dervorhergehenden Fauna auf oder setzen sich in die nächste fort; die Mehr-zahl derselben und so vor Allem alle Bivalven sind ihr eigenthümlich. Mitden Faunen der jetzigen Meere verglichen, stimmt die zweite Fauna ihremCharakter nach am meisten mit der Fauna des schwarzen Meeres überein,welche ebenfalls fast nur aus einer beschränkten Anzahl mittelgrosser,unscheinbarer Conchylien besteht und in welcher ebenfalls die Korallen,Echinodermen, Bryozoen, Balanen, Brachiopoden, Cephalopoden, Foramini-feren, sowie die Haifische und Rochen entweder vollständig fehlen oderdoch auf ein Minimum reducirt sind. Da nun der Salzgehalt des schwarzenMeeres im Vergleiche zu dem normalen Salzgehalt des Weltmeeres fastauf die Hälfte reducirt ist, so könnte man die Fauna vielleicht passend als,, halb brackisch" bezeichnen.
c Fauna. III.( Congerien- oder caspische Fauna.) Wenn bereits diezweite oder sarmatische Fauna in der allgemeinen Verarmung die Spureneiner allmäligen Aussüssung des ursprünglichen Meeresbeckens deutlicherkennen lässt, so zeigt die dritte oder sogenannte Congerienfauna bereitseinen typisch brackischen Charakter. Bryozoen und Foraminiferen, welchein der vorhergehenden Fauna, wenn auch nur in geringer Artenanzahl nochauftreten, sind hier bereits vollständig verschwunden, und neben zahlrei-chen Melanopsiden, Melanien, Paludinen und Unionen finden sich nur mehreigenthümliche Cardien und Congerien als die letzten Reste mariner Typen.
So gering die Anzahl von Genera ist, welche an der Zusammensetzungdieser Fauna participiren, so staunenswerth ist der Reichthum an Arten,