Karte 
Geologische Karte der Umgebung Wiens / von Th. Fuchs; auf Grundlage der vom Verein für Landeskunde heraus gegebenen Administrativkarte von Nieder-Oesterreich heraus gegeben von der k. k. Geologischen Reichsanstalt
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III. Die Alluvial - Ebene.

( Auf der Karte weiss.)

Die Alluvien der Donau , welche hier fast ausschliesslich inBetracht kommen, nehmen fast die ganze nord- östliche Hälfteder Karte ein und sind von dem vorerwähnten Hügellande durcheinen Terrainabsturz getrennt, welcher sich in einem flachen,nach NO. geöffneten Bogen von Nussdorf bis Kaiser- Ebersdorf verfolgen lässt und einen alten Steilrand der Donau darstellt.

Die Zusammensetzung der Donau- Alluvien ist in den letztenJahren durch die zahlreichen Brückenbauten, sowie durch diedabei vorgenommenen Grundsondirungen sehr genau bekanntgeworden. Es hat sich dabei gezeigt, dass das Alluvium einedurchschnittliche Mächtigkeit von 6°-7° besitzt und von obennach unten regelmässig aus drei verschiedenen Schichten, 1. demSilt, 2. dem Schotter und 3. dem Driftthon besteht, unter-halb welchem stets der Congerientegel angetroffen wurde.

1. Der Silt ist das Ueberschwemmungsproduct der Donau ,besitzt durchschnittlich eine Mächtigkeit von 1°-2° nnd bestehtaus einem zarten, gelben, feinsandigen Lehm. Wo er mächtigerentwickelt ist, nimmt er wohl auch bisweilen, wie z. B. in einemTheile der Leopoldstadt, in den tieferen Schichten eine mehrthonige Consistenz an, wird blaugrau und ähnelt dann mituntersehr tertiärem Tegel. Bisweilen enthält er auch Einlagerungenvon Sumpfbildungen.

2. Der Alluvialschotter, die Grundlage der Donau- Auen ,besitzt durchschnittlich eine Mächtigkeit von 2°-3° und bestehtzum grössten Theile aus den Gesteinen der Alpen, namentlichaus Alpenkalk, in untergeordneter Weise aus umgeschwemmtemDiluvial- und Belvederschotter.

3. Der Driftthon. Das unterste Glied der Donau- Alluvienbildet eine 1°-2° mächtige Ablagerung von zartem, dunkelblau-grauem, sandigem Thon, welcher bisher noch bei keiner Son-dirung vermisst wurde und bisweilen das Ansehen eines tertiärenSedimentes besitzt. Es sind in ihm jedoch niemals andere alsrecente Conchylien gefunden worden.