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Friedens-Instrument zwüschent denen lobl. Eidgnössischen Ständen Zürich und Bern einer- und Lucern, Uri, Schweitz, Underwalden Ob- und Nidt dem Kernwald, und Zug samt dem ausseren Ambt anderseits, zu Arauw aufgericht, und geschlossen, den 18. Julij, 9. und 11. Augustj, des 1712 Jahrs
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in kein weis noch weg zu aͤnderung der Religion an-gehalten/ ſonder wann einer unter waͤhrendem Pro-ceſs einen Seelſorger ſeiner Religion zu ſeinem Troſtbegehrte/ Ihme ſolches in beyſem eines Beambteten/geſtattet werden/ wann aber der Proceſs ihme allbe-reit gemachet/ ſolle der Seelſorger ſo Er begehrt/ denohngehinderten Zugang zu ihme dem Maleficantenohne beyſem eines Beambteten haben/ und von ihmebis zu der Richtſtatt begleitet werden moͤgen.

Zu deſto ſicherer Verhuͤtung dann aller Ohnbe-liebigkeiten und reitzender Anlaſen ſolle koͤnftighinalles verhaßte ſchmuͤtzen und ſchmaͤhen von Geiſtund Weltlichen/ In und auſſert der Kirchen/ Wundt-und Schrifftlichen/ bey hoͤchſter Ohngnad verbottenund abgeſtrafft werden/ auch ſolle bey Gemeinen undſonderbahren Zuſamenkonfften/ es ſeye im RedenSchreiben und dergleichen/ die Einte Religion E-vangeliſch und die andere Latholiſch genennet undbetitlet werden.

ubrigens dann ſolle auch in Juſtitz Sachen/Succeſſion Erbſchafften und Lollocationen die ein-ten gleich den anderen ohne underſcheid der Religiongehalten und angeſehen/ auch bey denen Lehens-Verleihungen keinem der Religion halber etwas zu-gemuthet werden. Funf-