(600 Meter ü. M.— 11,000 Einwohner.— Franzôsisch: Coire ,italienisch: Coira , romanisch: Cuera .)1. Seine Lage.
Chur liegt am Ausgange des Schanfiggerthales in sehrgeschützter Thaleinbuchtung an der Plessur,*/, Stundeoberhalb ihrer Mündung in den Rhein . Es wird einge-schlossen vom grossartigen Bergrahmen des breitstirnigenCalanda, des schroff aus der Rheinebene emporsteigendenMontalins und des schôn bewaldeten Pizokelberges. NachSüdosten und Osten hin sehen wir das Joch, den Gürca-letsch und das Aroser Weisshorn. Im Westen liegt vorunseren Blicken der herrliche Gebirgskranz des Bündner Oberlandes. Dank seiner Lage am Scheidepunkt derwichtigsten graubündnerischen Bergübergüänge, des Syli-gen und Bermhardin, des Julie und des Albula, sowiean der ebenfalls sehr wichtigen, zum Gotthard führendenOberländerstrasse, ist Chur das geeignetste Touristen-stelldichein für die erhabene Gebirgswelt der Grau-bündner Alpen mit den beriäihmten Thälern des Prätigauund Davos , des Schanfigger- und Churiwvaldmerthales, desBiindner Oberlandes und des Domleschg, des Schamser- undRheimwaldthales, des Albulathales und des Oberhalbsteins, desUnter- und Ober-Engadins, die alle mit ihm durch vor-zügliche Alpenstrassen, Pässe und Posten verbundensind, so dass das Bündnerland auch vom Standpunkteeiner guten Kommunikation aus mit Recht als eines derersten Touristengebiete Europas bezeichnet werden kann.