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ten Patrioten Jürg Jenatsch. Der Küster, wohnhaftHaus Nr. 15 am Thorbogen, versieht für die KircheFührerdienste. Eintritt 1 Fr.
Neben der Kathedrale erhebt sich das alte* bischôf-iche Sehloss(..Pfalz ‘‘), angebaut an den Rômerturm
Harsôl mit uralter Kapellee Das Schloss, zum Teil imhenaissancestile gebaut, enthält in einem reich deko-rierten Korridore die Bildnisse sämtlicher Bischôfe seitOrtlieb v. Brandis (+ 1491). Bemerkenswert ist auchder ehemalige Thron- und Gerichtssaal.— Ein zweiterRômerturm, Spinël, steht am Eingang des bischôflichenHofes, von unten herauf, mit seiner Umgebung alsinteressantes Architekturbild sich darbietend.(Wirt-schaft»zur Hofkellerei«.)— Hôher oben liegen ansteiler Halde das Priesterseminar St. Luzi(ehemaligesPrämonstratenser -Kloster mit schôn restaurierter Kircheund die paritätische Kantonssehule.
In der Stadt selber sind als Sehenswürdigkeiten zunennen: St. Martin, die protestantische Hauptkirchemit neuem Geläute, vortrefflicher Orgel und Glasgemäl-den, sowie die S?. Regulakirche. Das erst in neuesterZeit gegründete Rätische Museum ist sehr besuchenséwert. Es enthält eine historiseh-antiquarische Sammlung— mit vielen interessanten Antiquitäten und Bildnissenberühmter Bündner . sowie den besonders bemerkens-werten, aus dem bischôflichen Schloss stammenden Resteneines»Totentanzes« von Holbein —, die Kantonsbiblio-thek mit vielen auf die Geschichte Graubündens sichbeziehenden Werken und ein schônes Naturalienkabinett.[Im Garten Büste des verdienten Naturforschers Dr. Killias—(Privatsammlumg bes. alpiner Macroleptdopteren—1300 species— des Herrn Rechtsanwalt Cafliseh.)—Stattliche Bauten, teils modernen, teils älteren Ursprungssind das Staats- und Bankgebäude, das neue Stadt-schulgebäude, das* Regierungsgebäude(schône Korri-dore) samt ôffentlichen Anlagen mit dem Vazeroler-denkmal und das Rathaus, das eine interessante* Rats-stube im Spät-Renaissancestil enthält: ausserdem sinderwähnenswert das Lelmerseminar(alte Kantonsschule),das städtische Verwaltumngsgebäude am Kornplatz(ehe-