54 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,
31. Der Brocksberg, auf dem Harzte.
Der berufene Brocksberg auf dem Harzte iff, wegendes Gerüͤchtes, daß jahrlich die Hexen am Walpurgi Abendſollen zuſammen zu einem Tanze kommen, ſaſt in aller Weltbekannt. Die Auswitterung der Erzte, welche darinnenenthalten fine und dazu Anlaß gegeben haben, hat uns nun—mebro eines andern belehret, daß das vorhergehende ausge—ſrrevate Geſchrey von dieſem Brocksberge kein vernuͤnftigerMenſch meer glauben wird. Diaſer Berg, ſamt dem ſo.genannten kicinen Brocken, fft. cer goldartigen Erzte undGeſchicke voll, welche von den rechten Kennern abgeholetund boch qenuget werben. Zwar iſts nicht ohne, daß umeter hundert ſolchen Geſchicken, die in ihren Anbruͤchen aufGold weiſen, foum ein wahres darunter iſt, daraus imSchiwelzen ein Nutzen zu erlangen; mit welchen ſich dochdie Leute dortiger Gegend, aus Unwiſſenheit, zu ſchleppenpflegen. Die guten gediegenen Erzte werden wohl verwah—ret, und es weis dieſe Locher nicht eben ei jebweder aufzu—ſuchen. Derer Mineralien, als Vitriol, Zinnober, Aui—monium, Marcaſit und allerhand fluͤchtige Side, nel ſt be.ſonderer frer Talch-⸗Arten, welches alles ſeiner Art nach aufGold cit, fine dieſe Berqe alle voll. Kurz, weil die rechteErzt Tiere dieſer Berge noch niemand erreichet hat;(weilauf denselben wenig ebauet wird,) ſo weis auch niemanddavon zu ſagen, ob es wahr fo) oder nicht, daß Gold. Erztedarinnen verborgen ſind.
32. Elbingeroda.
In der Gegend von Eibingeroda, einer Braunſchwei—giſchen Stadt„(welche zu meiner Zeit gleich abgekranntwat, als ich den Harzt zum letztenmale beſuchet, bis an demgroßen Brocken, giebt es lauter merkwuͤrdige Geſchiecke indem Gebirge, welche, der Erfahrung nach, alle eines unbe—kannten G: ztes und Anſehens fint, dech guͤldiſch in der Un.terſuchung. Es giebt aber auch Leute, die beſſern Beſcheiddarum wiſſen, und aus dicſer Gegend große und kleint Kor.
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