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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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236 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,

Schluß.

Hierauf iſt der Schluß zu machen: daß die Kieſe wohlalle einen Schwefel zu ihrer Grund- Balis haben, aber dochin ihrer natuͤrlichen Wirkung zu der Exaltation und Auszeitigung der Metalle, in einein immer zu einem hoͤhern Weſen gebracht ſey, als in dem andern.

1, Anmerkung.

Wenn von Kieſen oder Kies Erzten inegemein geſprochen wird, ſo iſt nicht wohl zu unterſcheiden, was ſuͤr einemetalliſche Art darunter zu verſtehen ſeo. Wenn man vonSchwefel⸗Kieſen redet, fo werden vornehmlich diejenigendarunter verſtanden, daraus in der Probe nichts als Schwefel zu erlangen if; redet man aber von Vitriol-Kieſen, fogiebt das Refiduum nach der Abroͤſtung des Schwefels nocheinen Vitriel, auch einen ſehr wenigen Kupfer⸗Gehalt; ſa-get man aber ven Kapfer-Zieſen, fo ind fie brauchbar zumKupfer⸗ Schmelzen, und geben zu ſechs bis brevßig und mehrPfund Kupfer im Zentner am Gehalte: doch die letztereArt wird an einigen Orten auch Kupfer-Erzte genennet.

3. Grundſatz.

Die Schwefei-Kieſe finden ſich an vielen Ortenzu Tage aus, und veredein ſich oͤfters endlich anKupfer-Gehalt.

Beweis.

Dieſen Beweis mag man am Harzte, wo dergteichenKieſe an vitlen Orten, um Harzigerode herum, aus denenFedern geackert werden, und,(wee ich ſolches bey einer damaligen Vermeſſang(b befänden,) mit Kupfer Gehaltund Bley-Glanz an geſolket geweſen, durch die Erfahrungbehaupten mögen; dergleichen fut soar auf dem Harzte,uno sonderlich us Wegiar herum, auch begiebt, und dieNoe ae au dem datisen Ramemeieberge, durch das

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