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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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240 Von denErztgebirgen, Vergweſen,

Acht haben, was für Metalle, alda, der Erfahrung nach, ammeiſten durch den Bergbau zu erlangen ſind: denn derSchluß von den Antiinonium- Cien auf Geld- Anbrüͤche,ift nur von großen Gebirgen zu verfleben, wo ſelbiges die Gr.fahrung oͤfters gezeiget hat.

4. Anmerkung.

Dieweil das Antimonium ebenfalls aus Schwefel undArſenik, oder Mercurio beſteht, woraus alle Metalle generiret und' ihrer Art nach gewachſen(inb, auch deſſen rohe 280ſenheit noch vollig in(i) begriffen hat: warum ſollte denndaſſelbe nicht auch auf verſchiedenen Gebirgen, neben verſchie-denen Gaͤngen gefunden werden?

7. Grundſatz.Das Aurum pigmentum iſt auch ein ſulphuriſch Mineral, ſtreicht auf ſeinen ordentlichen Gaͤn-gen und weiſt auf Gold.

Beweis.

Die Erſahrung deſſen auf denen Gebirgen beweiſt einſolches; auch laßt ft daſſalbe,[o wenig als der Zinnober,auf andern, cle guͤldiſchen Gebirgen finden, nimmt auch deſ-fen Art und Weſenheit gern an fib, fo, daß ich ein Aurumpigmentum gehabt, da das Pfund auf ſechs Ducaten Goldgehalten. Der Zinnober findet fid) auch gerne dabey ein,und es ſteher dieſe Xlincralia éfters auf einem Gange untereinander; wie aus dem Ungariſchen und SiebenbuͤrgiſchenAuro pigmento zu ſehen iſt.

Schluß.

Dahero wird auf dieß Mineral der Schluß gemacht,daß deſſen Eänge und Anbruͤche eine Anweiſung auf GoldErzte ſind; viewohl fid) daſſelbe auf denen deutſchen ErztGebirgen nic t leichtlich ſpuͤren und finden laßt.

5. dnm»