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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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280 Don den Erztgebirgen, Bergweſen,

die angeſuͤhrten beyden Geiſter des Salpeters und Schweſels,in eine feuchte Temperation und liquide oblichte Sub ſtanzbringe, wie die Natur ſolches in der obern duft hegct; j dochin einer weit groͤßern und concentrirten ſeurigen Wesenheit:alsdann ijt die Vereinigung Nlartis und Veneris getroffen,unb das Ziel des verbergenen Geheimniſſes erreichet. Dießift nun die wahre Natur-Subſtanz, eine Vermiſchung desWaſſers mit dem Feuer, oder eine Veceinigung der Hitzemit der Kälte, in einer concentrirten Kraſt und Weſenhait.

12. Grundſatz. Ui,

Salpeter und Schwefel, als bie allergroͤßtenFeinde, ſind in der Natur-⸗Vereinigung, Metalle zugeneriren, die beſten Freunde.

Beweis.

Den Beweis davon zeigt uns dieſe obere Natur-Vermiſchung ſelbſt, indem fie von nichts als Liebe weis, und inUnterbrechung deſſen, durch die unreinen Oerter der Erde,die Antipathie bafür zum Vorſchein kommt. Der Schwefelin der mineraliſchen Ausgeburt, und der Salpeter des glei.chen, ſind von der obern ſubtilen Weſenheit und der erſtenAnfange derſelben, bimmelweit unterſchieden, darum, daßdie Natur unter fluͤchtigen und fixen Dingen in dem mineraliſchen Reiche einen Unterſchied beweiſen mag.

Schluß.

Aus dem vorhergehenden Beweiſe iſt nun zu ſchließen,daß unter den obern geiſtigen Anfaͤngen der Natur, undunter den coagulirten koͤrperlichen Geſtalten und Aus gebur-ten, ein großer Unterſchied ſey; zu einem Beweiſe, daßeines aus dem andern feinen erſten Anfang genommen habe.

1. Grund-