234 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,
Schwefel ijt ein jedermann bekanntes und gewoͤhnlichesDing, das in einem jeden Hauſe zu ſchlichten Verricht ungengebrauchet wird, das Feuer damit anzuzünden: und dennochliegt dasjenige in ihm verborgen, was viel tauſend Men ſchen,
welche auf ſolche Art taut umgeben, nicht einſehen und etekennen mogen; weil uns die Natur ſelbſt bezeuget, daß alleihre Wirkungen allhier daraus ihren Urſprung nehmen. DerSalpeter iſt gleichfalls ein bekanntes Subject. Ob denſel-E n ſchon nicht jedermann zu ſeiner taͤglichen Verrichtung zugebrauchen pfieget, wie den gemeinen Schwefel; fo if? bereſeibe doch bisperdo aus Unachtſamfeit noch nicht genugſaem er»kannt, noch ſein unbegre fedyer Geiſt recht erwogen worden:darum bleiben uns auch im mincraliſchen Reiche noch diegrößten Gepeimniſſe verborgen.
Grundſatz.
In dem Salpeter iſt das groͤßte Figens ver bor—gen, ſowohl im naſſen, als im trockenen Wege.
Beweis.
Die Erfahrungen der Chymie geben uns von dieſemSatze ein untrügliches Zeugniß. Man adden nur cinenſolariſchen Silpsiur mit einem Aquafort, Caber es muß der—ſelbe kein martialiſcher oder veneriſcher Extract ſeyn,) wasdieſes Waſſer ſelviret hat, das iſt in ſolchem gewiß auch nqi—ret, und ſehe, was man damit auf eine zubereitete fluͤch tigeLuna ausrichten mag. Ferner,(o vermiſche man den val.peer mit wehren guͤldiſchen ſulphuriſchen Kieſen oder Mi.ern, Ves mug aber ebenfalls kein Kupfer-oder Eiſen- iesfon, j und Finde ſolches mit einander an; fo wird(ids ge—ſchwinde verbrennen, und was gut darinnen ift, und ſouſtnicht erhalier wurde, dadurch in der Zuſammenſchmel angGold gebracht: welches ein großes Kunſtſtück it.
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