288 Von den Erztgebirgen, Bergweſen,
Schluß.
Dahero ift geſchleſſen worden: daß etwas Geiſtiges undGoͤttliches im Salze, ſeiner himmliſchen Eigenſchaft halber,müſſe verborgen ſeyn, und darum auch von denen Alten inhohen Ehren gehalten worden.
13. Anmerkung.
Daß ſich das geſalzene See- oder Meer-Waſſer durchdie Poros und Löcher der Erde dringt, dieſelben alfo beſeuch.tet und durch ihren Salz-Valſam fruchtbar erhalt, iſt imVorhergehenden ſchon angefuͤhret worden; weil fie denſelbendem Erdboden alfo einverleibet und ihn zurück läßt: indemdie leichten Phlegmata von denen warmen Erd-Dünſten indie Hoͤhe getrieben,(id) ganzlich davon ſcheiden, als menn esdurch ein Fiitrum gelaufen, oder ols ein Vapor aufgeſtiegenſey; da fie fid) denn durch Quellen wieder heraus begeben,und ju unſerm Unterhalte ein gar ſuͤßes Waſſer zeigen unddarreichen, das angenehm und lleblich zu trinken iſt. DieſeFluͤßlein laufen dann in den Gebirgen zuſammen, his endlichgroße Stroͤme daraus werden; und in ſolcher Geſtalt gehenſie wieder in die See.
12. Erklaͤrung.
Das Sa! commune fuͤhret einen febr. fetten Balſam zuunſerer und der andern Creaturen Erhaltung, deſſen die an—dern Salien nicht beſitzen; ob dieſeiben gleich alle febr nutzbar und unentbehrlich(mb: dabero wir denſelben auch zuunſerm natuͤrlichen Unterhalte, in den Speiſen täglich zu ge—nießen pſtegen. Es erweiſt uns die Erfahrung, daß der Spi—ritus oder das Oleum Salis, auf verſchiedenerlev Arten ausdem gemeinen Salze zu erlangen fen, und dieſes ſowohl peiDeſtillationein, als Liquidatonem, je nachdem derſelde gellgebraucht und angewendet werden. Daß der Salz-Geiſtzu der Aufloͤſung des Goldes unentbehrlich zu gebrauchen iſt,und man dadurch ſowohl, als durch Hülfe des Aedeſerts,daſſclbe