308 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,
gebracht ey: dahero man daſelbſt der Beſchaffenheit nach,ſeben und unterſuche muß, ob man die Haupt-Gaͤange vieſes Goldes mag ausfüͤndig machen.
2. Erklaͤrung.
Die Waſch, und Seiten- Werke ſolcher Sas Geſchuͤbe,deren ieh verſqhiedene in Bohrnen und Schleſten angetroffen,ſind insgemerm ein vermißane Erden Gemüibe, das fid) un—$^ br dre Ellen tief befindet, darinnen fich. das gediegeneGolo, oder auch Zinnober, durch die Sicherung auewaſchenlou, und dieſes Waſch, und Sicher- Weck gaht unter fotochen Gebirae, wohl eine Stunde weit fout, und ſchet weiternicht an die Teufe; welches uns zu erkennen giebt, daß es Pareion ncht gewachſen, ſondern von feften Gängen abgeriſſenworden. Oahrro(ft das Gold, welches fib in den Flüſteh h nicht allezeit darinnen gewachſen, ſondern vondem(seßchüb der Gebirge dahin gebracht, wie von dem vorer—wagen Waſſer, der Goltſcu, angeführet worden.
6. Anmerkung.
Die Silber Erzte ſind auf den deutſchen Erzt Gebirgenbeſſer bekaant, als die Gold-Erzte, indem der heutige Bergbaumet auf dieſelben ankommt, und finden fic ſolche in ver—ſd. jebcverley Geſtalt, Art und Weiſe daſelbſt. Der Bley-Gianz, der, wenn er kleinſpeißig fibt, auch Silber in ſichhält, iſt auf vielen Erzt— Gebirgen das gewoͤhmichſte und beeFo nteſte Silber- Erzt, wie fte ſonches um Frepberg in Meiſ—ſen, und auf dem Harzte, auß allen ihren Berg Revieren atnennen pfl. gen. Es iſt dieſes Bley-Erzt am leichteſten zuſchmelten une zu Gute zu machen; es ut aber an und fürſich ſelbſt, wenn jid kein Glas oder Weisgünden- Ert dabeymit eiaſindet, oͤſters zu arm.