33 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen,
Muhle darauf anzulegen weis, der moͤchte mit dem Reibenwoe zu thun finden. Doch dienet fe viel zu wiſſen hierbey,daß zu dieſein Auguicken und Amalgamiren mit dem Mer-cnrig oder Queckſilber, kein ander Gelb«rit, weder Kiesnoch Talk, als nur gediegen oder gewachſen Gold, zu ge—brauchen ſey: denn was nicht ſchon ſeine wahre metalliſcheWeſenheit in der Erde erreichet hat, vermiſchet fid) nicht mitdem Queckſuͤber.
9. Grundſatz.
Gold-Köorner, die milde fine, und einen gelbenglaͤnzenden Schlich geben, muüſſen mit Eiſen tractiret werden.
Beweis.
Gleichwie das Bley in feinem Schmelzen das Silberleicht und gerne in ſich ſaſſet, ſoiches beſchuͤtzet, und alsdanndurch das Abtreiben auch wieder rein und ohne Vermiſchungvon fub giebt; alſo thut ein gleiches bey dem Gelde dasEiſen. Dieſes nimmt das Geld unter allen Metallen amliebſten zu fic, und vermiſchet fib. auch am geſchwindeſtenmit ihm: wovon auch ſchon an feinem Orte gedacht worden,und in dieser naturlichen Probier und Schmel) Kunſt fonsdeclich zu merken iſt. Dahero muß man bey einem. fetdjenſubtielen Gold, wie dieſe angegebenen Koͤrner fuͤhren,(undderen in dem Voigtlaͤndiſchen Sächſiſchen Erzt Gebirge alleBache und Fluͤßlein fuhren,) klar gefeiltes Eiſen zum Pra.cipitat im Schielzen, mitgeben, darein dieß ſubtiele Geldeingehen, und dadurch erhalten werden mag. Als dann fomog man es in kleinen Proben auf einer Aſchen Capelle Ge»boriger Maßen mit ſechzehn Schweren Bley anſieden undabgehen laſſen; fe erhält man den Gold-Blick. Haben videKorner auch Silber mit gehalten, ſo wird ſich ſolches auchdabey finden, und deſſen Gehalt durch die Scheidung zuerkennen ſeyn.
Schluß.
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