und zu Gute gemacht werden ſollen. 355
vergeblich geſucht haben. Wenn wir uns nur den Natur—Zuſam:uenhang im mineraliſchen Reiche recht betannt ma.chen und erſtlich cinfeben und erkennen lernen, woraus dieflüchtigen und firen Dinge ihren Urſprung haben, und wieimmer eines aus dem andern entſproſſen iſt, auch was unater den weiß und roth gefarbten Geiſtern der Metolle furein Unterſcheid(en; fe werden wir über unſere Einſichtender Natur uns ſelbſt verdundern und bekennen, daß unterWeisheit und Thorgeit dieſer Welt ein großer Ulnterſchied fen.
1. Erklaͤrung.
Im vorhergehenden Capitel ift. gewieſen und gelehretworden, wie die natürliche Unterſuchung und Probierung me—talliſcher Erzte, und ſonderlich auf Gold, mit Nutzen ſoll an—geſtellet und volliogen werden. In dieſem Capitel iſt nundie Practica im großen Feuer zu verſtehen, wie nämlich dieſemetalliſchen Erzte, vor ihrer Schmelzung mogen behörig pra.pariret, geröſtet, und endlich zu Metall geſchmolzen werden.Weil nun der Erzte verſchiedenerley in denen Gangen derErde vorkommen, die, wenn fie ſchon ihrer Geburt nach durcheinen Mineral-Geiſt geboren, und unter eine ſperiſteirteClaſſe gehören, dennoch von mehrerer oder weniger metalli—ſcher Subſtanz und Weſenheit fino; ſo muß man auchdahin bedacht ſeyn, denenſelben durch verſchiedenerley Mit—tel und Wege an die Hand zu gehen, und durch verſchiedeneRöſtungen, Beſchickungen und andere Feuer-Arbeiten, dieſel—ben dahin zu diſponiren ſuchen, daß jte das in ihnen verberegene Metall in Güte von fid) geben, und durch vertheilhafteZuſchläge, zu einem geſchmeidigen Schmelzen gelangenmoͤgen.
2. Erklaͤrung.
Die gelben gediegenen Gold-Hoͤrner, die fi unter demHammer breit ſchlagen laſſen, ſind die reichſte und beſte Ait.in Behendigkeit zu Guce zu mochen, indem ſte ohne einigenUnrath fein zu ſchmelzen ſind; welche denn am Harzte, deu
TN grate
D,