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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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und zu Gute gemacht werden dllen. 3o

figt, und der Silber-Kudſer und Eiſen ze lich leicht vonihm zu waſchen ift, wenn die Zloiter veto nur gelinbeabgebrannt werden, und in teque derer bee. de, und Waſchung, der gebüp.cnibe Fleiß daran gewenset wird.

27. Grundſatz.

Ziun-Zwitter muͤſſen vor dem Ichmelz en gelin-de gebrannt, naß gevocht, hernach uber den Planund Glauch-Heerd gewaſchen, und dadurch zumreinen Zinn-Stein gebracht werden.

Beweis.

Die Zinn ⸗Zwitter ſind gar harte Schiefer, und wir den,fib im Pochwerke nicht wohl ergeben, wenn fi nickt ver heregebrannt, und dadurch müder und geprager gemacht movEs muß aber bey dem Brennen oder roga SDeburfamtutgebrauchet werden, auch der Schmelzer es fifi beſtellon,und nicht denen Bergleuten uͤberlaſſen, die dieſes nicht ver»ſtehen, und mit ſolchem Brennen dem Zirnteine Schadenthun. Das Pechwerk mag nun di'ſerwegen gut wegſödern,und die Berge fid) leicht von dem Zinnſteine ſcheiden laſſen:dabey iſt nur dieſes in Obacht zu nehmen, datz in den Sum,pfen der abgewaſchene Zinnſtein aufbebaiten werde, damitderſelbe daraus wieder mag erlanget werden.

Schluß.

Menn die Zwitter rein geſchieden, und gemaͤchlich abge-biaunt, alsdann naß uͤbers Blech gepechet, und in ein feines Sod): Mehl gebracht ſind; fo ift zu ſchlietzen, daß tareaus ein ſchoͤner Zinnſtein mag gewafchen, und aus brutumein gutes geſchmeidiges Zinn kann geſchmeizen werden:wenn der behoͤrige Fleiß, welcher im Serbergehenben aremelder worden, tabe» obſerviret wind

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