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Johann Gottfried Jugels natürliche Berg-Schmelz- und Figier-Kunst : in drey Theilen abgefasset, deren I. Theil von der Natur aller wesentlichen Kräfte des mineralischen Reichs, der II. von dem Bergwesen und der Beschaffenheit der Metalle und Mineralien, der III. aber, wie dieselben untersuchet, ihrer Natur gemäss geröstet und geschmelzet werden sollen, handelt
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414 Wie die Erzte geroͤſtet, geſchmolzen

Erde, welche der gemeine Mann Erde zu nennen ofleget, fid)in ihrer Solution durch ein Papier, fauc dem Waſſer,ſiltriren laſſe, wie es bey dem Alaun geſchieht? Und ben,noch ſehen wir nach deren Calcination, daß eine rechte ſtei.nichte Erde in dem Alaun begriffen fer.

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2. Grf(árung.

Bey Birneck, in dem Bareuthiſchen Lande, finden ſichdergleichen Alaun⸗Schieſer, wie auch in der Gegend Kornbach, nach dem Fichtelberge zu, daraus an dieſen Orten vielAlaun geſotten und zubereitet wird. Es fino daſſelbe blaue,braͤunliche Schiefer, die auf flachen Gängen brechen, undgar viel zu dieſer Auelaugung hingeliefert werden. DieſeSchiefer geben allhier, der Erfahrung nach, den ſchoͤnſtenAlaun, und ſind nicht ſo leicht mit vitrieliſcher Weſenheitvermiſchet, als die alauniſche Erde, in welcher ſich viel leich.ter eine ſchädliche ſulpzuriſche Berg- Art einſinden mag,welche dem Geſchmack und der Farbe nach, den Alaun vereánbeit, und mithin auch deſſen ganze Weſenheit verdirbt,und ſolche unbrauchbar machet.

3. Erklarung.

In dem Churſäͤchſiſchen Veietlande, unweit Reichen-bach, findet fid) ouch ein ſtarkes Ataun- Werk, in einer weiß-grauen Erde, wo viel dergleichen Erde aus einem Tage- Fletzdusgegraben und zu Alaun geſotten wird. Die Erde it weegen ihrer lockern Duſammenhaltung und deren daraus erfolg ·ten unbequemen Matrix, eine Gelegenheit, daß ſich bey diefem Alaun auch andere Erd Salien, als Salreter und Vitriol, einmiſchen mogen, und dieſes viel leichter, als in denſeſten Schiefern. Wie wir ein Erempel an dieſem Werkevor ungefaͤhr dreyßig Jahren gehabt, daß fid) der ollda ausafallende Alaun, für kein orbinaires Kaufmanns-Gut mehrbezeuget; weil fid derſelbe, durch eine urvermuthete Zufälligkeit und ſchwefelhafte Eininiſchung, endlich ſo weit bezeiget,daß man befunden Dat, daß ein ſolcher Alaun nunmehroaug