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Geologische Karte der Umgebungen der Bäder Glotterthal und Suggenthal : (Section Freiburg der topographischen Karte des Grossherzogthums Baden) / aufgenommen von Julius Schill
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Mächtigkeit von 1-3' durchsegt und durch Aufnahmezahlreicher Sandsteinbrocken zum Barytsandstein wird;Baryt erscheint deßgleichen auf Spatheisenstein der Drusendes Quarzsandsteines.

In der neuesten Zeit wurde durch Schürfen nachQuellen auf der Röthematte nördlich Herdern - vonDr. Bruckmann geleitet- unter einer 12' mächtigenLettenablagerung quarziger bunter Sandstein in losenStücken getroffen, und 5 Minuten südlicher stieß man beiAbteufung eines Brunnenschachtes in 54' Tiefe aufMuschelkalk, somit stehen auch hier Triasbildungen inder Tiefe an, welche möglicherweise den Eisenoolith desnördlich gelegenen Hügels der Röthe unterteufen. Diesgewinnt um so mehr Wahrscheinlichkeit, als bunter Sand-stein seitlich des Thalausganges von Reitebach bei Zäh-ringen nächst den Höfen unterhalb dem ZähringerSchlosse in schwacher Ablagerung den Gneis bedeckt.Dieses Gestein erscheint sowohl als Conglomerat, wieauch als weißer und rother, nur wenige silberweiße Glim-merblättchen führender Sandstein und verspricht keinetechnische Gewinnung.

Der nordwestliche und höchste Vorsprung des Denz-linger Berges ist bis zür Höhe der Sonnhalde mit Bunt-sandstein bedeckt und wurde sammt dem Dolomit desunteren Muschelkalkes am Fuße durch den Eisenbahnbauangebrochen. Die Basis des Sandsteins ist Todtliegen-tes, welchem ersterer mit einer conglomeratischen Bil-dung aufruht, und es liegen hier runde glatte Quarz-gerölle des Sandsteins und eckige mineralogisch völligverschiedene- des Todtliegenden beisammen in derWeinbergserde. An der Nordseite des Hügels ist einSteinbruch in dem rothen Sandstein eröffnet, dessenBänke bei einem Streichen in Stunde 9-12, mit 35-38°westlich einfallen. Diese starke Schichtenneigung wieder-holt sich in der Section nur am Hügel von Nimburg.Die Bänke dieses rothen Sandsteins enthalten vieleThongallen, sind weich und leicht spaltbar. Die Aufla-gerung des bunten Sandsteines über Todtliegendem be-schränkt sich am Westabhange des Schwarzwaldes vonKandern bis Baden, nur auf wenige weitere Punkte, vonwelchen der eine noch in unsere Section gehört und demDenzlinger Berge, durch die Ebene der Thalöffnung desElzthales geschieden, gerade nördlich gegenübersteht.

Der bunte Sandstein am Hornwald, Bergvorsprungzur rechten Seite der Ausmündung des Brettenthales,überlagert im südlichen Theile seiner Streichungsliniedas Todtliegende und im nördlichen bei der Holzmühleunterhalb der Ruine Hochburg, den Gneis. Der legterescheint nun im ganzen Zuge seiner Ablagerung im Hü-

gellande des Bezirkes Emmendingen das Grundgebirgedes Sandsteins zu bleiben: so sehen wir dies deutlichbeiderseits bei Keppenbach und Schloß Numor im unterenund oberen Thale von Oberserau. Das gesammte Auf-treten des Gesteines in dieser Landschaft ist nur dassüdlichste Ende eines ausgedehnten, langgezogenen, dünnbevölkerten Sandsteinplateaus, welches sich am westlichenFuße niedriger Gneisberge von der Hochburg bis Lahr erstreckt und von vielen Quer- und Längsthälern, oft biszur Entblößung des Gneises in der Sohle, durchschnittenwird, worin die Bevölkerung zu kleinen Dörfern an-wächst.

In diesem Gebiete werden seit den ältesten Zeitengroße Steinbrüche in dem rothen Sandsteine betrieben,welche zu den berühmtesten des Landes gehören; wirnennen nur den Altvater" bei Lahr und die Brüche vonHeimbach und Thennenbach, sie geben die besten Auf-schlüsse über die Schichtenfolge der Bildung.

Längs dem steilen Ostabfall des Hornwaldes wurdenmehrere Steinbrüche nahe unterhalb dem Bergrücken ab-gebaut, es ist jedoch derzeit nur noch jener am Fuß derSüdspize im Betrieb, dessen Schichten über dem unterenquarzigen Sandstein beginnen, welcher hellfarbiger istund an diesem Ostabhange viele Quarzgerölle aufnimmt.Nahe dem Südende des Hornwaldes findem sich überdem Todtliegenden viele lose Kieselmineralien, als: Chal-cedon und Karneol, wie die Zwischenbildungen des buntenSandsteins am östlichen und südlichen Schwarzwald aus-sehend, wo dieselben direkt auf dem Grundgebirge undals Basis des Sandsteines getroffen werden. Der Stein-bruch des Hornwalds selbst zeigt folgenden Schichten-aufriß:

6'

Unter einer Schuttdecke von circaMächtigkeit lagert zuerst eine glimmerige dunkelfarbigeSandsteinbank von.2

Unter derselben folgen Letten und Sandmergel'Dann eine Banf milden Sandsteins.Eine Leitenfluft von.

5'

1'6'

Eine Bank quarzigen Sandsteins vonund derselbe an der Basis.

Höher am Hornwald und an der Westseite derRuine Hodburg gehen dunkelfarbige, glimmerige, leichtspaltbare Sandsteine zu Tage, welche tiefer am Bergab-hange die Schichten des Muschelkalks( Dolomits) unter-teufen.

In dem großen Steinbruch bei dem Bürgeshof amlinken Thalausgange von Oberserau, unterhalb Keppen-bach, folgen sich unter der Schuttlage unregelmäßig ge-schichtete, glimmerige, leicht spaltbare Sandsteine, deren