46 Salz (Natrum-).
erwärmt man sie in einem irdenen Gefäße undsetzt so lange reines krystallisirtes Natrum, das inanderthalb Theilen Wasser aufgelöst worden ist,hinzu, bis das Aufbrausen aufhört. Die Flüssig-keit wird heiß in ein flaches Gefäß filtrirt unddann 3 bis 4 Tage zum Krystallisiern stehen ge-lassen. Die rückständige Flüssigkeit wird von denKrystallen abgegossen und wenn sie sauer ist, durchNatrum neutralisier und zum Krystallisiern gebracht.Dieses Verfahren wird so lange wiederholt, alsnoch Krystalle erhalten werden.
Eine kürzere Bereitungsart ist diese: Mansetzt so viel Wasser zu einer Mischung aus Schwe-felsäure und Knochenasche, daß sie zu einem dän-,nen Teige wird. Diesen schüttet man in einengroben hänfnen Sack und bindet ihn oben festzu. Man preßt ihn hierauf aus und befeuchtetihn wiederholt mit Wasser, bis alle saure Flüssig-keit ausgezogen ist. Die trübe, saure Flüssigkeitmuß vorn Gyps befreit werden und wettn sie mehrals sechs Pinten beträgt, muß man sie durch Ver-dunsten auf dieses Volumen bringen und dannmit einer Auflösung des NatrumS sättigen.
Die Menge des Phosphorsauren NatrumS,welches durch dieses Verfahren erhalten wird, mußwenigstens dem Gewichte des Alkali gleich seynund ungefähr A der Knochenasche betragen, sodaß bei dem hier angegebenen Verhältnisse 8zPfund Salz erhalten werden.
Man erhält eine große Ausbeute von diesemSalze, wenn man, ehe die saure Flüssigkeit durchNatrum gesätiget wird, derselben so lange schwe-felsaures Natrum zusetzt, als noch ein Niederschlagerfolgt.
Will man dieses Salz unmittelbar durchSättigung des NatrumS mit Phosphorsäure be-reiten