Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
494
JPEG-Download
 

Salzather.

494

rectisicirten Alkohol und zieht bei gelinder Wärmt3o bis 36 Unzen über. Die erhaltene Flüssigkeit(Lchiritus nruriutieo-ÄStbsrsrm) ist eine Verbin-dung des schweren Salzäthers mit Weingeist.

Der schwere Salzäther hat eine blaßgelbeFarbe, einen sehr durchdringenden, specifisch star-ken Geruch und einen gewürzhasten Geschmack.Es hängt ihm noch etwas Salzsäure an, daherröchet er die Lackmustinktur; nach der Rectificationüber gebrannte Talkerde, verliert er die freie Säureund wird weiß und farbenlos. Im destillirtenWasser sinkt er zu Boden und im Alkohol löseter sich sehr leicht auf. Wird Wasser in die Auf-lösung desselben in Alkohol geschüttet, so trübt sichdie Flüssigkeit, die ölähnliche Flüssigkeit scheidet sichaber erst nach langer Zeit ab. Wird die weiu-geistige Auflösung dieser Substanz mit etwas Salz-säure versetzt, so erfolgt nach dein Hinzuschättenvon Wasser eine noch langsamere und unvollkomm-nere Ausscheidung derselben. Wird sie mit salpe-tersaurer Silberauflösung geschüttelt, so erfolgt keineTrübung; es ist demnach in derselben keine freieSalzsäure enthalten. Wird diese Flüssigkeit recti-sicirt, so wird sie, nach Gehlen,, zerlegt. Der zu-erst übergehende Autheil ist specifisch leichter, alsWasser, der letztere schwerer, und in der Retortebleibt ein dunkelbrauner Rückstand. In einemgläsernen Löffel entzündet, brennt der schwere Salz-äther mit einer schönen Flamme, die anfänglichblaßapfelgrän, hernach in der Mitte gelb, miteinem grünen Rande umgeben und endlich dun-kelgelb wu.de. Diese Flamme verbreitete einenstarken Geruch nach Salzsäure, rauchte sehr undsetzte vielen Ruß ab. Nach dem Verbrennen fandman keinen Rückstand. Wurde das Verbrennen