Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
517
JPEG-Download
 

Salz-Confumtion.

5-7

Reiz. Hieraus folgt, daß man sorgfältig das letzteSalz in einer Pfanne von dem ersten und zwei-ten Auszuge absondern und besonders verkaufenmuß. Dieses letzte Salz hat zwar einen durch-dringenden Geschmack, es ist aber bitter und ver-ursacht, an Speisen gethan, einen Eckel. Eintrockneö Salz findet gleichfalls mehr Käufer undLiebhaber, als ein feuchtes; denn jenes läßt sichlänger aufbewahren, dieses zerfließt bald. WelcherKäufer wird nun wohl solches Salz, daß er nichtlange erhalten kann, gern nehmen? Hieraus folgtwieder, daß wer sein Salz absetzen will, dasselbeso fabriciren lassen muß, daß es nicht leicht feuchtwerde, wenn er auch dadurch auf der einen Seiteeinen kleinen Vortheil einbüßt, so erhält er dochauf der andern einen weit größeren wieder. Daßman dem Salze in der Siederey diese Güte ge-ben kann, ist Th. l33, S. 76 m f. bewiesen worden.

Da die äußere Schönheit oft die Käuferreiht, wenn das Salz auch nicht besonders scharfist, so muß man auch darauf Acht haben, daßdas Salz besonders weiß gesotten wird. Es giebtfreilich Soolen, aus welchen sich kein vollkomme-nes weißes Salz bereiten läßt; allein größtentheilssind doch die Sieder daran Schuld, wenn ein un-scheinbares Salz bereitet wird. Wenn sie näm-lich nicht sorgfältig genug beim Abschäumen sindso geschieht es leicht, daß ein Salz gräulich oderunscheinbar wird. Da nun solches dem Absätzeschädlich ist, so muß besonders darauf gesehenwerden, daß die Sieder nicht nachlässig dabei zuWerke gehen. Es giebt außer der Weiße auchnoch eine mehr idealische Schönheit, die einensehr großen Einfluß auf den Absatz dieser Waarehat, nämlich die Gestalt des Salzes. Für den

Kk 3 Salz-