Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
Seite
641
JPEG-Download
 

Salzquelle. 641

angebracht, durch welche die Soole in das Bassinläuft. Wo diese Oeffnungen sich befinden, sindin den Seitenwänden des Bassins viereckige Ein-schnitte gemacht, durch die man kleine Rinnensiecken kann, die unter die Oeffnung der großenRinne geschoben werden können. Diese kleinenRinnen dienen das Regenmacher abzuleiten, wel-ches der Wind auf die Bedeckung treibt; dennsobald sich der Regen einstellt, werden die Tropf-hähne geschloffen und hierauf die kleinen Rinnenunter die Oeffnungen der großen Rinnen geschoben.

Diese Einrichtung befördert die Ausdünstungder Soole und verhindert, daß sie durch den Re-gen nicht wieder verdünnt wird. Man gewinntdurch diese .Einrichtung an Zeit in der Gradirung,und die wenige Soole, die mit dem Regenmacherverloren geht, darf nicht als größerer Verlust derSoole, der in der Gradirung durch diese Einrich-tung entstände, angesehen werden; denn aus denoffenen Bassins muß ja das Regenmacher durchdie Gradirung wieder abgesondert werden, wodurchauch immer ein Soolenverlust entsteht.

Der Vorrathskasten zur gradirten Sooleliegt in der Erde, ist 387 Fuß lang, 36 Fußbreit und 10 Fuß tief. Er hat zur Bedeckungsolche Pritschen, wie die Bassins der Gradirhäu-ser, und auf denselben steht ein Tropfkasten mitHähnen, welche die Soole in Tropfrinnen fallenlassen, aus denen sie auf die Pritschen fällt. Diesegradirte Soole enthält in 4 Pfund ^ Pfund Salz.

Die Brunnen und Gradirhäuser werdendurch zwei unterschlächtige Räder betrieben, die26 Fuß hoch und 6 Fuß breit sind. Jedes Radhat zwei Krummzapfen, deren Kurbelarme in zweiEbenen liegen, die sich nach einem rechten Win-«P?c. rechn. Enc. LXXXIV. Theil. Ss kc!