Salzquelle. 657
der geringen Breite, auch bei mäßigen Windender Verflüchtigung der Soole sehr ausgesetzt sind.
Im Jahre 1764 wurden diese Leckhäuserzum Theil erweitert und zum Theil verbessertLurch den Geheimen Finanzrath Struve, undim Jahre 1768 hat man nach dessen Angabe einneues Gradirhauö erbauet, welches 4 oo Fuß lang,4o Fuß breit und bis unter's Dach mit den un-ten befindlichen drei Dornwänden 3 i^ Fuß hochist. Im Dache sind noch zwei sr Fuß hoheDornwände, und zur äußeren Dach- und Tafel-gradirung hat man ebenfalls die erforderliche Ein-richtung gemacht, welche gegenwärtig aber wegender reichern Brunnensoole nicht benutzt wird.Damit man auch die Tröpflung bald auf dieeine, bald auf die andere Seite nach dem Windestellen kann, sind sowohl in der Haupt- als Dach-etage nach der ganzen Länge des Gebäudes Ge-schwindsiellungen nach Waitz von EschenerErfindung angebracht worden.
Unter dem Gradirhaufe befindet sich einzwölf Fuß tiefes wasserdichtes Soolenbehältniß,woselbst man den Wintervorrath an Soole auf-bewahrt; und unter demselben ist wieder am öst-lichen Ende des untern Soolenbehältnisses der Sie-desoölenabschlag angebracht, worauf sie durch dennatürlichen Fall nach den Kochen geleitet wird.Am westlichen Ende des Soolenbehälters befindetsich zur Abführung der in der Nachbarschaft desSoolenbehälters sich sammelnden wilden Quell-wasser ein 20 Fuß tief abgeteufter Brunnen,welcher alle Tage einige Stunden betrieben wird.Dieses Gebäude steht aber zu nahe an den Koch-gebäuden, aus welchen bei Nord- und Ostwindenaller Schwaden- und Kohlendampf in dasselbeO se. rech,,. Eric. LXXXlV. Theil. T t schla--