Band 
Hundert und vier und dreissigster Theil, welcher die Artikel Salz (Magnesium) bis Salzquellen enthält.
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Salzquelle. 701

reiche Geschwindstellung angebracht, die aber wegendes Fehlers, daß sie bei Kopfwinden den Soolen-Verlust nicht ganz verhinderte, auch die Röhrenwegen des vielen Ocherö und der erdigen Theile inder hiesigen Soole sich bald verstopften und davonoft gereiniget werden mußten, wieder abgeschafftwurde, weil das Reinigen mühsam und verdrieß-lich war, viele Kosten verursachte und daher derZweck nicht vollkommen erreicht wurde. Man führtenun eine andere Geschwindstellung ein, welche sehreinfach ist und darin besteht, daß man auf derMitte der untern Domwände längs derselben eineRinne legt, welche durch kleine Querrinnen mitder Rinne unter den Krahnen in Verbindung steht.Wenn sich nun der Wind ändert, so nimmt derGradirer einen Stock und schiebt damit die Quer-rinne, welche die Soole auf die äußere Fläche derDornwand leitet, unter dem Krahne weg, woraufdie Soole vermittelst der Querrinnen nun in die-zenige Rinne, welche mitten auf der Wand liegt.Hinläuft, und mitten in der Wand herunterfällt.Das Verschieben der Querrinnen mit dem Stockekann in einer Minute auf dem ganzen Hause ge-schehen, und das Zuschrauben der Krahne kannHiernächst mit mehrerer Ordnung nachgeholt werden.Der Erfinder der Geschwindstellung auf den Hes-sischen und Preußischen Salzwerken, soll der Preußi-sche Minister WaiH von Eschen seyn, derum die Salzwerke beider Länder große Ver-dienste hat.

Die bisher beschriebenen sechs Gradirhäuserwerden von der unteren Kunst mit Soole versorgt,wozu ein großer Wehr neben dem GradirhaufeNr. 3 gehört, welches in den Erbfluß gebauet istund sechs Aufziehschützen mit Walzen und Ketten

hat.