Z8r Samrnmilch.
giebt es zwischen den Theilen des Oels und des Was-sers in den Emulsionen einen leichtenZusammenhang.Diese ungleichartigen Substanzen hangen nämlichauf diese Art, vermittelst der schleimigten Materie, un-ter einander zusammen; denn Oel mit Wasser bloß ^durcheinander geschüttelt, giebt ihm nur auf einen jAugenblick das Ansehen einer Emulsion. Es schei-detsich sogleich wieder, wenn die Vermischung aufhörtumgerührt zu werden, und sammelt sich auf feiner !Oberfläche.
Eigentlich sollte man nur die aus öligten Sa-men durch das Stoßen mit Wasser bereiteten Emul- !fronen mit dem Namen der Samenmilch belegen,aber nicht die aus den öligten Säften der Pflan-zen, als den Harzen, Gummiharzen, natürlichenBalsainen, ausgepreßten und ätherischen Oelen rc>bereiteten.
Alle vegetabilische Substanzen, die unverbmi-denes Oel und Schleim oder Gallerte enthalten, ge-ben, mit Wasser abgerieben, Emulsionen, als dieKerne von Mandeln, Pinien, Pistazien, Pfirsichen,Kirschen, die Samen der Gurken, Melonen, Hanf,Kardobcnedikten, Mariendistel, Päonien, Mohn rc.Man muß dieses Produkt nie lange Zeit vorher ma-chen, ehe es genommen wird, auch nicht in zu großetMenge auf einmal; denn wenn die Flüssigkeit eineZeitlang still gestanden hat, so wird das Oel, alsRahm, nach der Oberfläche auSgestoßen, und dieMilch säuerlich.
Die mehrsten Samen und Körner, alle Gum-miharze und die gummigten und harzigten Säfte,ungleichen mit Zucker abgeriebene Oele oder mit ara-bischem Gummischleim abgeriebener Wallrath rc., sowie die Eydotter sind Materien, die sich zu Emulsio-nen schicken. Die milchenden Säfte der Pflanzen,die Milch und der Milchsaft, den die Thiere aus den