Sameristängel. Sainenstaub. Zgr
Samenstängel, an den Gewächsen derjenige Stängel,welcher den SaMen trägt.
Samenstaub (kollen in den männlichen
Blumen der Pflanzen, ein zarter an den Staubfä-den befindlicher Staub, welcher die Staubwege derweiblichen Blume befruchtet. Der Samenstaub isteine Menge kleiner Gefäßchen, in denen die Naturdie männliche Feuchtigkeit zubereitet, durch welchedas Eychen befruchtet wird. Gleich bei der Ent-wicklung des Staubkolbens findet man diese kleinenWerkzeuge, wenn man sie durch eine künstliche Zer-gliederung aus dem gefacherigten Theile des Staub-kolbens herausnimmt, fest, undurchsichtig, und demäußeren Anschein nach von einerlei Masse; nimmtman sie aber in dem Zeitpunkte heraus, wo sich derStaubkolben freiwillig und von selbst geöffnet hat,und zergliedert sie, so findet man Höhlen in denselbenund eine schmierige Masse, welches man am deutlich-sten bei den unbedeckten Pollen der Asklepiaden undOrchiden findet. Legt man sie darauf auf eine Glas-platte, so sieht man deutlich, wie aus der Oberflächedurch mancherlei Oeffnungen eine Feuchtigkeit sanftausflieste, und wie endlich dieses kleine Werkzeug,wenn es seinen Stoff gänzlich abgeliefert hat, zusam-menfällt, so daß nichts, als ein leeres Häutchen übrigbleibt. Thut man einen Tropfen Oel auf eine solcheGlasplatte und legt den Samenstaub darauf, so siehtman, wie seine sanft ausfließende Feuchtigkeit sichmit dem Oele genau verbindet; legt man ihn aberauf einen Tropfen Wasser, so zerplatzt er entweder,oder, wenn er, wie es am gewöhnlichsten ist, ganzbleibt, so zeichnen sich seine sanft ausströmendenFeuchtigkeiten genau von dem Wasser ab und ver-binden sich auf keine Art und Weise mit demselben.Hieraus folgt, daß die in diesen Werkzeugen zuberei-teten Feuchtigkeiten öligter Natur seyen. Das Zer-
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