466 Sammet (geblümter).
der Flor geschnitten wird; die übrigen Sammetfadendie nicht mit bilden/ arbeiten sich in den Grund mit ein.
Matt macht den geblümten Sammet auch oftso, daß einige Stellen in den Blumen Flor haben,das heißt, geschnitten sind, andere aber nicht. Erhältdieser Sammet Blumen nach dem Leben, dann mußjede Farbe und jede verschiedene Schattirung beson-ders auf ein Röllchen in dem hinter dem Stuhle ge-neigten Cantre aufgewickelt und die Faden müssendann von dem Röllchen durch einen mit Drahtendenversehenen Rahmen nach dem Harnisch geleitet, da-selbst eingereihet und nachher die Lätzen des Zampels,nach der Vorschrift der Patrone, so wie bei allen ge-zogenen und geblümten Zeugen, eingelesen werden.Bei jedem Zuge heben sich, wie schon oben erwähntworden, nur die bildenden Faden aus der mit denPoiltritten in die Hohe gezogene Poilkette; denn derZiehjuNge zieht nicht eher den Latz, bis der Weber diePoilkette vermöge des Schneidetritts in die Höhe ge-treren hat. Die Äugen sind in den PoilschafteN langund daher köntten die bildenden Faden bequem vondem Harnisch noch höher gezogen werden. In diegetrennten Poilfaden wird das Schwerd eingestecktUnd dadurch beide Arten von Faden gut von einanderabgesondert; dann wird von dem Weber die Rutheuntergelegt, mit dem linken Fuß der Wipptritt getre- iten und es gehen alle Poilfaden herunter, wenn dasSchwerd vorher weggenommen worden; dann wirdein großer Einschußfadett eingeschossen und mit demrechten Fuß der Grundtritt getreten. Der Fadenwird mit der Lade angeschlagen und der zweite Fadenmit einer andern Schütze eingeschossen. So wirdWechselsweise getreten und eingeschossen, wodurch nichtallein der Grund, der hier einen Köper hat, sondernauch die eingesteckte Ruthe verbunden wird.
Der geblümte Sammet, der bloß durch die FüA
arbeit