Sammetblume.
479
Einband, welcher mit Gold abgedruckt wird. Ge-wöhnlich wird zu beiden Seiten der Riemen hintenauf dem Rücken und an beiden Kapitälen nur eineKlette abgedruckt, weil das Sammet-Vergolden be-schwerlich ist und man daher so kurz davon zu kom-men wünscht, als nur möglich. Diese Klette wirdziemlich warm gemacht und dann blind aufgedruckt,das heißt, ohne Gold, so für sich, da, wo sie her-nach in Golde stehen soll, man macht sich an dersel-ben zur Seile ein Merkmal, damit hernach beim Ab-drucke in Gold immer wieder eine Blume auf dieandere treffe. Man bedient sich hierzu des Ey-weißes, das so stark seyn muß, als man eö zu einemLederbuche braucht, pinselt damit, mit einem feinenPinsel, den blinden Eindruck der Klette aus und läßtes trocken werden. Damit man aber desto bequemerdazu kommen könne, so muß die Klette zu dieser Ar-beit etwas weitlauftig und tief geschnitten seyn. So-bald das Eyweiß trocken geworden, so drückt manmit derselben Filette, die aber nicht so warm, alsvorher seyn muß, noch einmal Alles nieder; dannwird es zum zweiten Male ausgepinselt, und wennes wieder trocken geworden, zum dritten Male. Wennes dann abermals ganz trocken ist, so fahrt man miteiner spitzgeschnittenen Speckschwarte, die noch mitetwas Fett versehen ist, nach Möglichkeit in allenFiguren etwas herum, legt das nach der Breite derFilette geschnittene Gold auf diese Stellen und suchtes mit Baumwolle möglichst an die Figuren nieder-zudrücken und drückt das Gold. mit mäßig warmenStempel ab.
Sammetblume, ein Name verschiedener Blumen,deren Blumenblätter einem Sammete gleichen undsich auch wie derselbe anfühlen lassen.
I. Sammetblume,Todtenblume,IsZe-les Ickun., eine Pflanzengattung, welche in die zweite
Srd-