Sammlung (Bücher-). ;rr
gestellte Personale ist sehr zahlreich und besteht auseinem Ober-Bibliothekar, vier Umer-Bibliotheka-ren, vier Sekretairen und eben so vielen Aufwärtern,wozu noch ein besonderer Pförtner kommt.
Der Zutritt steht jedem ohne Unterschied frei,selbst gemeine Leute werden, wie billig, ungehindertHinaufgelassen, jedoch wird dabei eine gewisse äußereReinlichkeit in der Bekleidung verlangt; so darf Nie-mand in Haarwickeln, zerrissenen Kleidern und soge-nannten Citoyens oder Schanzloopen erscheinen; je-doch können letztere passiren, sobald sie bloß umge-hangen worden, und die Unterkleider reinlich sind.
Bei dem Gebrauch der Bücher selbst ist folgendeOrdnung eingeführt. Man begiebt sich an den Tischder Bibliothekare, wo der Nominalkatalog, zwölfdicke Folio-Bände stark, auf einer Reihe fortlaufen-der Pulte liegt, und giebt ihm den Titel des Buches,so man wünscht, mündlich an; ist dasselbe vorhan-den, so erhält man einen Zettel, worauf Fach, Regalund Nummer notirt sind, wornach es nun der Auf-wärter dieses Viertels aufsuchen muß. So langeman nun darin liefet, muß man auch bei dem Regal,worein es gehört, sitzen bleiben. Uebrigens ist, dieseeinzige Unbequemlichkeit abgerechnet, für die Be-quemlichkeit der Leser so ziemlich gesorgt. Die Stühlesind gepolstert, die Tische mit grünem Tuche bedecktrc.;auch Schreibpapier wurde ehemals dem Leser zumExcerpiren aus den Büchern gereicht; allein wegendes Mißbrauches ist es abgeschafft werden.
Der steinerne Fußboden des Bibliotheksaaleswird im Winter mit Matten belegt und jeder Saalmit mehreren Brafferos erwärmt. Um allen Irr-thum zu vermeiden, ist am Ende des ersten Saaleseine große Stutzuhr aufgestellt worden, nach der sichJedermann richten kann, und zum Uebersiuß wird die
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