546 Sammlung (Bücher-).
zu größerer Vollständigkeit gebracht worden. DieManuscriptenkammer erhielt auch im Jahre i8o4 .durch den Preußischen Gesandten am Türkischen Hof, ^Hrn. von Knobelsdorf, sechs wichtige PersischeHandschriften; auch wurde in demselben Jahre darmit der Bibliothek verbundene Kupferstich -Kabinettdurch dm Ankauf des Kabinetts des Fälsten Erzbi-schofs von Gnesen, Reichsgrasen von Kral icki reich-haltig vermehrt. Diese Sammlung besieht aus .14,699 Bildnissen, nebst 564 Handschriften. Fer-ner find auf Kosten des Königs in London mehrere ^Englische re. Werke für die Bibliothek angekaustwor- !den, so wie auch noch täglich, theils aus ihrem Fond, itheils auf Kosten des Königs fehlende wichtige Werke !im Auslande angekauft, und hier auf Auctionen er-standen werden. Nach dem Tode des ersten Biblio-thekars Bister, bei dem die Bibliothek etwas inUnordnung gerathen war, ist der Professor der Ge-schichte in Heidelberg, Herr Wilke, als erster Bi-bliothekar und Professor der Geschichte bei der hiesi-gen Universität Herberufen worden, unter dessen Lei-tung hat die Bibliothek bedeutend gewonnen. Der >Saal ist neu ausgebaut und eingerichtet worden, unddie Bücher wurden von neuem nachgesehen, nachden Wissenschaften gehörig geordnet, die Doublet-ten auf öffentlicher Auktion verkauft und fehlendeWerke dafür angeschafft; auch die Manuscripte vonWerch in dem großen Bächersaale in besonders dazugemachten Schränken aufbewahrt, so daß jetzt, in Hin- §ficht der Einrichtung, wenig zu wünschen übrig bleibt. ^Unter den Merkwürdigkeiten dieser Sammlunggehören: die Bibel, welche Karl der Erste vonEngland auf dem Echasaud bei sich gehabt; das Lu-thern zugehörige Exemplar des alten Testaments, des-sen er sich bei seiner Bibelübersetzung bediente; dassogenannte Stammbuch Lukas Kranachs, mit, . ' der