Sammlung (Holzschnitt-). 677
des Ersten dargestellt ist. Besonders ist eine Artvon getuschten Holzschnitten zu merken, worin sichHugo da Carpi hervorgethan hat, Wd welchesich sehr gut schickt, die Schönheiten der Gemälde-besonders in Absicht der AuZtheilung des.Liä tes rzndSchattens, vorzustellen. Die Umrisse werden mitStrichen, wie gewöhnlich, angezeigt, statt der Sch'aftssrungenwerden aberLicht und Schatten mit Tusch be-zeichnet. Man muß zum Abdrucks von dergleichenHol.schnitten mehrere Formen genau auf einanderpassen, wie bei den colorirten Kupferstichen. Wennman übrigens in den alten gedruckten Büchern lau-ter Hol-schnitte findet, so muß man nicht glauben,als ob die, Kupferstiche iin fünfzehnten Jahrhun-dert noch gar nicht bekannt gewesen waren; sonderndie alten Drucker wußten nur mit dem Eindruckender Kupfertafcln nichts) gut umzugehn; allein Holz-tafeln abzudrucken war ihnen leichter, daher wähltenfie lieber die Holzschnitte zur Verzierung der Bücher.Um eine Uebersicht der Holz schneide-Künstler-er früheren Jahrhunderte zu haben, um danachseine Sammlung zu ordnen, mag folgende AngabeDienen:
Aldegraf oder Aldegrever (Heinrich),auch Albert von Westphalen genannt, wel-cher zu Soest a5o2 geboren wurde, war Formschnei-der, Maler und Kupferstecher. Seine besten Werkesind in einem großen starken Styl gestochen. Seinganzes Werk wird auf 35o Blätter geschätzt, undbesteht aus geistlichen und weltlichen Geschichten,Sinnbildern, Laubwerken, und einigen leichtfettigenVorstellungen. Vorzüglich ragen darunter hervor:die Fechter oder Helden, » 532 ; die Bachanalicn,r 552; die Geschichte der Susanna. Er wird unterdie sogenannten kleinen Meister gezählt. — Al-ters er (Albrecht), aus Altorf in Helvetien, lebte
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