Samotracische Geheimnisse. ?n
Griechenland war auch nicht das einzige Land, worindiese Orgien gefeiert wurden, sondern dieses Festscheint sich vielmehr über einen großen Theil des west-lichen Asiens ausgebreitet zu haben. Wahrscheinlichwar es von demjenigen Feste nicht verschieden, wel-ches die Moabiter, Midioniter und einige andere be-nachbarte Völker dem Beelphegor zu Ehrenfeierten. Diesem Götzen der Blöße, wie ihnJsid or nennt, der Niemand anders ist, als Pr-ia-puö; dieser war nun mit dem Osiris der Aegyp--tier einerlei, rmd Beide wurden auch mit einer und der-selben Ceremonie verehrt, Die Mysterien der Ceresund des Bacchus sind übrigens 4oo Jahre vorder Regierung Salomo'S gestiftet, und Jose-phus behauptet; daß die Gesellschaft der Dyoni-sischen und Ionischen Baukünstler vor dem Salo-monischen Tempelbau bestanden, und daß Dyonsische und Ionische Künstler dabei geholfen haben, wasdie dabei angewandte Art der Dyonischen Baukunstaußer Zweifel setzt. Hiernach dürfte also die Mei-nung einiger Schriftsteller, die über die Freimaurereigeschrieben haben, daß dieser Orden zu den Zei-ten des Salomonischen Tempelbaues bereits be,standen und geblähet habe, wohl nicht unerwiesen zuseyn, wenn nämlich die Aehniichkeit zweier Gesell-chaften aus der Aehniichkeit ihrer äußeren Form er-wiesen werden kann, und hieraus wäre man berech-tiget zu schließen, daß die Brüderschaft der Ionischenund Dionysischen Baukünstler und die der Freimau-rer ganz dieselben sind. Auch in Phrygien findensich Spuren von diesen Orgien, und man glaubt,daß Orpheus sie dahin gebracht Habe, und diekleine Kiste-, oder der Korb, welcher bei der Plün-derung von Troja dem Eurypylus zum Antheilfiel, jst wohl nichts gndereö gewesen, als die
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