Band 
Erster Theil, den Buchstaben A enthaltend.
Seite
80
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Kd As^andriin'sche Verse.

niaiinlichen Abschnitt haben, und so mit einander abwech»sein, das auf zwey doeyzebnsylbige Verse allemal zweyzwölssylbige folgen. Diese Dersark ist eine Erfindung neue-rer Zellen. Den» obgleich der sechSrüßige jaml'lsche VerSden griechischen Trauerspieidichtcrn sehr gewöhnlich ist, soist er doch von dem alexandrinischen Verse dadurch verschie-den, daß er sich nicht so, wie dieser, durch den Abschnittin zwey gleiche Theile schneidet. Der alexandrinische NerSwird. zu ctwaö langen, lehrenden, oder erzählenden Gedich-ten gebraucht, daher er auch der heroische Vers heißt. Ei-nige wollen zwar behaupten, diese VcrSart wäre in derStadt Alerandria i» Italic» erfunden worden, s.

176z. S»

L86, eS ist aber gewisser, daß diese VerSarl von einem er-zählenden Gedichte, Alexander der Große betitelt,ihren Namen erhielt; dieses Gedicht auf Alexander deirGroßen wurde im r2ten Jahrhundert in französischerSprache, und zwar, wieSulzer in feiner The 0 riedccschönen Künste I. S- 71 angiebt, von vier Verfassernverfertigt, wovon einer Wilhelm le Court ausCha-tea» Dun, auch Lambert leCorS oder Lamberlusli CorS genannt, der zweyte aber Alexander vonParis, aus Bcrnay in der Normandie gebürrig, hieß,welche beyde man für die Erfinder der alexandrinische» Ver-se hält, weil sie sich in gedachtem Gedichte der-selben bedienten (s. /vE/ve Kec-r/c//. I. 2.), welchesman für das erste in zwölfsilbigen Versen hält, da dieältern Romanzen achtsylbigc hatten, s. Versuch überPope n s Genie und Schriften, gegen Ende des 5.Absch »itts. Um den alexandrinischen Vers mannigfal-tiger zu machcn, schlug schon Jo. El. Schlegel (Schrei-ben über die Komödie — in s. Werk. B. z. S. 89)eine Veränderung in dem Abschnitte vor, und Herr Du schhat diesen Vorschlag realisirt, indem er dem alexandrmi»schrn Vers« weibliche Abschnitte gab.

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